8BitDo Pro 2 – Ein Controller für alle Systeme

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Systemrestriktionen gibt es nicht nur bei der Software, die Eingabegeräte der Konsolen wurden seit der Beginn des Krieges der Systeme durch verschiedene Aspekte restriktiver. In der Regel mit unterschiedlichen Layouts und der Anzahl der Tasten, Trigger und Sticks. Über 30 Jahre hat es gedauert und mittlerweile ist die Gaming-Community sich einig geworden. Zwei Analog-Sticks, vier Schultertasten, ein Steuerkreuz und vier Buttons.

Ein 8BitDo Controller in der Pro 2 Version wollte ich mir anschauen und mittlerweile habe ich mehrere Sessions auf unterschiedlichen Endgeräten gehabt, um mir ein finales Urteil zu bilden. Doch der Anfang war schwer. In der Regel kaufe ich mir B-Ware beim bösen Versandhändler. Das wird oft mit Zwischenhändlern abgewickelt und hier in den USA kommen Pakete auch einfach mal nicht an. Bestellversuch endete damit, dass ich nach drei Wochen mein Geld zurückbekam und auf einen neuen Deal warten musste. Über Slickdeals (das MyDealz der USA) kam dann auch einer von BestBuy und ein paar Tage später konnte ich nun endlich meine fancy Produktfotos schießen.

Der 8BitDo Pro 2 in der Bluetooth Version kommt dennoch mit einem USB-C Kabel und einer kleinen Anleitung. Als Erstes gab es eine volle Aufladung des mitgelieferten Akkus. Dieser war bis auf den letzten Tropfen leer gesaugt. Danach probierte ich als Erstes eine Verbindung mit meinem Raspberry Pi 4. Ich denke, die meisten Käufer benutzen den 8BitDo als Eingabegerät, um Retrospiele zu spielen. Die 4 verschieden Modi, bestehend aus S, A, D und X müssen dem jeweiligen Gerät angepasst werden. Für eine Verbindung zu einer Nintendo Switch muss zum Beispiel der S-Modi ausgewählt werden. Um eine Windows-Verbindung aufzubauen, wählt man das X aus. Bei einem Raspberry Pi bleibt auch das X ausgewählt. Die Kopplung über Bluetooth lief ohne Probleme und das spielen über Steam Link war erstaunlich einfach.

Wer übrigens noch tiefer in die Konfiguration gehen möchte, kann das mit einer eigenen Ultimate Software machen. Gerade für Hardcore-Retro Fans könnte man so ein paar Hotkeys für das Laden des vorherigen Speicherstands belegen. Wenn aber schon die eigene Software wie zum Beispiel die Recalbox eigene Funktionen anbietet, wie das Belegen von Hotkeys weiß ich nicht, inwieweit der Controller selber dort noch die Software übergehen kann. Zum Beispiel mit einem systemübergreifenden Stand-by-Hotkey.

Der 8BitDo eignet sich außerdem wunderbar, um ihn mit dem iPhone oder iPad zu verbinden. Hierfür musst der Controller in den A-Modus geschaltet werden und danach den Start Button drücken, bis die LEDs blinken. Mein Standardendgerät vom 8BitDo bleibt der Raspberry Pi, den ich immer noch als Steam Link Ersatz benutze und ab und zu als Emulationstation.

Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

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