Ausflugsziele in und um Washington D.C. – Teil 1

/

Wir hatten in den letzten Monaten schon zwei Mal Besuch von der Familie. Dabei möchte man natürlich auch etwas Sightseeing machen und Orte erkunden. Da wir selber noch Neulinge sind, haben auch wir viele Orte zum ersten Mal besucht. Die Stadt ist nicht besonders groß, bietet aber trotzdem viele Sachen und auch in der nahen Umgebung gibt es sehr viel zu entdecken. Einiges ist sicherlich vielen bekannt, anderes noch ganz unbekannt. Was man vorweg schon sagen kann, es kostet alles nicht sehr viel oder fast gar nichts.

Kapitol

Das Kapitol ist eines der bekanntesten Merkmale der Stadt. Es beherbergt den Kongress der vereinigten Staaten, hier finden Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses statt. Das Kapitol ist nicht nur ein politisches Zentrum, es beherbergt auch zahlreiche Kunstwerke zur Geschichte der USA. Die Rotunde ist der zentrale Teil des Gebäudes und befindet sich direkt unter der Kuppel. Hier befindet sich die Apotheose Washingtons, ein im Jahre 1865 gemaltes Fresko. Das Kapitol bildet außerdem den Mittelpunkt der Stadt. Somit befindet sich im Kapitol der Punkt, an dem sich die vier Hauptbezirke treffen (Nord-Ost, Nord-West, Süd-West, Süd-Ost). Das Kapitol ist unterirdisch stark vernetzt und verfügt sogar über eine eigene U-Bahn. All das und noch vieles mehr kann man bei den vielen Touren, die vom Besucherzentrum angeboten werden, entdecken. Bisher konnte nur Nils sich den Spaß erlauben, da das Kapitol wegen der Pandemie bisher für Touristen geschlossen ist. Es soll aber noch dieses Jahr wieder eröffnen.

Der Eintritt ist umsonst, eine Anmeldung ist erfolderlich und es gibt natürlich ein Security Screening.

Washington Monument und Lincoln Memorial

Vom Kapitol aus gelangt man über die National Mall zum brühmtesten und höchsten Gebäude der Stadt, dem Washington Monument. Benannt nach dem ersten Präsidenten der USA George Washington ragt der Obelisk mit 169 Metern in die Höhe. Ein Farbwechsel in den Steinen erzählt die Geschichte des Baus und der Unterbrechung. 36 Jahre dauerte die Fertigstellung wovon 25 Jahre eine Bauunterbrechung waren. Heute kann man, natürlich mit einem Fahrstuhl, hallo Amerika, in die Spitze fahren und sich die Stadt von oben anschauen.

Der Eintritt ist umsonst, lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 1$ fällt an, eine Anmeldung ist erfolderlichn und es gibt natürlich ein Security Screening.

Vom Monument aus kommt man, vorbei am weißen Haus, vielen Denkmälern (unter anderem das World War II Memorial, Vietnam Veterans Memorial, Korean War Veterans Memorial uvm.) und dem Reflecting Pool zum für mich schönsten Ort in der Stadt, dem Abraham Lincoln Memorial. Im sehr griechisch anmutende Denkmal, umgeben von 36 Säulen die die 36 Staaten zur Amtszeit von Lincoln darstellen, findet man imposant aus Mamor gemeißelt Abraham Lincoln auf einem Thron sitzend über die Stadt und auf George Washington blicken. Besonders schön zu sehen wenn am morgen die Sonne hinter dem Monument und Kapitol aufgeht, alles in goldenes Licht getaucht ist und noch keine Touristen über den Platz wandern.

Der Eintritt ist umsonst, keine Anmeldung erforderlich, kein Security Screening.

Arlington National Cemetery

Der Nationalfriedhof in Arlington ist der zweitgrößte Friedhof der USA mit rund 260.000 Gräbern. Jährlich finden hier 5400 Beerdigungen statt. Warum ist dieser Friedhof einen Besuch wert? Hier befindet sich zum Beispiel das Grab von John F. Kennedy und Jacky Onassis und die Eternal Flame. Außerdem gibt es hier stündlich ein kleines Schauspiel zu beobachten. Am Grab des Unknown Soldiers, einer Grabstätte die symbolisch für alle gefallenen Soldaten dient, gibt es eine Wache, die stündlich gewechselt wird. Ähnlich wie der Wachwechsel am Buckingham Palace in London. Ansonsten ist der Anblick der vielen weißen Grabmäler und der geschichtliche Hintergrund einen Besuch wert. Das Gebiet ist 252 Hektar groß, fast frei von Autos und sehr ruhig und hoch gelegen. Hin und wieder hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt oder das Pentagon. Für wen das zu viel zu laufen ist, der kann sich auch in die kostenpflichtigen Bimmelbahnen setzen, die über das Gelände fahren und an den wichtigen Stellen auch mal anhalten. Dabei ist natürlich ein Tourguide mit Mikrofon.

Der Eintritt ist umsonst, keine Anmeldung erforderlich, natürlich gibt es ein Security Screening.

Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von zwei Kindern

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.