Bambu Lab A2L ausgepackt und die ersten Schritte

3. Juni 2026
2 Minuten Lesezeit

Wer meinen Ersteindruck zum Bambu Lab A2L lesen möchte, kann das gerne in diesem Beitrag machen. In diesem Beitrag möchte ich eine realistische Situation eines Käufers zeigen. Das Auspacken und aufbauen eines 3D-Druckers ist nicht immer leicht. Bambu Lab hat sein Verpackungsdesign sowie die Anleitung stark optimiert, sodass sich eigentlich keine Fehler einschleichen sollten.

Das quadratische Paket mit ca. drei Kilogramm Gewicht kommt mit Tragegriffen an den Seiten und lässt sich relativ einfach vom Paketboten übernehmen. Wie bei anderen 3D-Druckern auch, das auspacken und aufbauen sowie die Erst-Kalibrierung wird uns für mehr als drei Stunden beschäftigen. Man braucht eine ordentliche Portion an Platz wie zum Beispiel ein Esszimmertisch aber keine weiteren Werkzeuge außer einer Schere. Das Combo-Paket beinhaltet 21 Items und die müssen wir als Erstes aus der Box befreien. Wichtig ist noch: Der Anleitung zu folgen und jedes Polster oder Foam zu entfernen.

Nachdem die Basis auf dem Tisch steht, können wir das Heatbed mit vier Schrauben fest in die Basis verschrauben. Danach folgt der Frame. Diesen müssen wir so Platzieren, das wir die den Toolhead sehen können. Mit Toolhead meine ich den Drucker-Kopf. Schrauben hatte ich genug, es können auch ein paar verloren gehen und man wird trotzdem alles aufbauen können.

Das bewegbare Bett/Heatbead ist nun mit der Base verankert. Auffällig beim A2L ist das neue Display an der Seite welches sich ein- und ausdrehen lässt. Der Frame und das Bett müssen jetzt ineinander verankert werden. Hierzu müssen wir das Bett um 45° neigen und es halb durch den Frame schieben. Auf die Kabelführung achten und erst danach, sachte mit den vorgesehenen Aussparungen verankern.

Ungewöhnlich aber im nächsten Schritt müssen wir laut Anleitung die Base öffnen und dort noch 10 Schrauben versenken. Zusätzlich kommt das erste Öl zum Einsatz. Aufgestochen mit der Kappe, gleich einer Zahnpasta, darf die y-Achse auf der nach innen liegenden Kurve gleichmäßig mit dem transparenten Öl beschmiert werden. Ich habe währenddessen auch das Heatbed manuell mit der Hand nach vorn und zurückbewegt um alles gleichmäßig zu verteilen.

Danach muss die z-Achse behandelt werden. Die Stromversorgung muss hier einfach verkabelt werden. Dazu das Cover aufklappen und die Steckverbindung einfach verbinden. Ich denke aus Transportgründen und eventueller Feuchtigkeit kann das erst bei Inbetriebnahme gemacht werden.

Das USB-C aus der Basis kann nun auf verschraubt werden und die Verkabelung für den Purge-Wiper kommt direkt danach. Im gesamten Aufbau war das doch etwas zu kleinteilig.

Danach kommt die magnetische Build-Plate auf das Heatbed. Ob man die richtige Ausrichtung hat, wird man schnell bemerken. Die AMS-Einheit aufzubauen ist sehr einfach und ein Abschnitt der gut für interessierte Kinder geeignet ist. Mittlerweile ist fast alles einsatzbereit. Sollte man keine AMS-Einheit haben oder vielleicht die AMS 2 Pro-Einheit zur Verfügung, kann diese auch benutzt werden. Mit im Lieferumfang ist aber auch eine Halterung für eine externe Filament-Rolle. So kann der A2L auch direkt gefüttert werden.

Als Sicherheit-Bereich für eine geschmeidige Benutzung des 3D-Druckers nennt Bambu Lab 25 Zentimeter hinter und 12 Zentimeter vor dem Drucker freizuhalten. Jetzt aber Stromkabel rein und eingeschaltet. Mit dem Wi-Fi verbunden und den 3D-Drucker mit dem Bambu Account koppeln. Das kann auch wahlweise geskippt werden und direkt mit der Kalibrierung begonnen werden.

Der erste Druck ist bei mir stets das 3D Bench Boot. Es ist ein kleiner aber herausfordernder Druck, der so ziemlich das gesamte Spektrum des 3D-Druckers abdeckt. Mit knapp 20 Minuten Druckzeit und einigen feinen Details, kann man sehr gut einschätzen ob der Aufbau geklappt hat.

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.