Dead As Disco fühlt sich wie ein Fight Club im Neonlicht an

25. April 2026
2 Minuten Lesezeit

Dead As Disco ist so ein Spiel, bei dem man nach wenigen Minuten merkt, ob es klickt oder nicht. Ich konnte eine frühe Version anspielen, konkret Build v0.0.71, und die lief dafür schon erstaunlich rund. Keine großen technischen Ausfälle, keine Showstopper. Eher das Gefühl, dass hier ein klarer Kern steht, der jetzt weiter ausgebaut wird. Und dieser Kern ist ziemlich eindeutig: Rhythmus und Kampf.

Rhythmus trifft auf Prügelei

Das Spiel setzt voll auf rhythmisches Kämpfen. Angriffe, Ausweichmanöver und Kombos sollen idealerweise im Takt der Musik passieren. Wenn das klappt, fühlt sich das richtig gut an. Treffer sitzen besser, Bewegungen wirken flüssiger und das ganze Spiel bekommt einen Flow, der einfach Spaß macht.

Das Problem ist nur: Dieser Flow ist nicht immer leicht zu greifen.

Im Vergleich zu Spielen wie Hi-Fi Rush fehlt hier oft ein klarer visueller Hinweis, wo genau der Beat gerade liegt. Man hört ihn natürlich, aber gerade in hektischeren Situationen hätte ich mir stärkere optische Cues gewünscht. So passiert es öfter, dass man zwar im Takt sein will, aber nicht ganz sicher ist, ob man es gerade wirklich ist.

Trotzdem, wenn es klickt, dann klickt es richtig. Und genau darauf baut Dead As Disco.

Fokus auf Score und Herausforderung

Was schnell klar wird: Dead As Disco will kein klassisches Story-Spiel sein. Klar gibt es ein Setting und einen Stil, aber im Mittelpunkt stehen ganz klar Herausforderungen, Scores und Leaderboards.

Das ist ein Spiel für Leute, die Level mehrfach spielen, Combos optimieren und immer noch ein paar Punkte mehr rausholen wollen. Wer gerne perfektioniert, wird hier vermutlich deutlich mehr Spaß haben als jemand, der einfach nur durch eine Geschichte durchlaufen möchte.

Das erklärt auch den Aufbau der bisherigen Demo. Mehrere Level, klare Ziele, Fokus auf Performance statt Erzählung.

Stil – funky, laut und konsequent

Optisch zieht das Spiel komplett durch. Funky, überladen, bunt und stellenweise fast schon zu viel auf einmal. Aber genau das scheint gewollt zu sein.

Der Stil passt perfekt zur Musik und zum Gameplay. Alles wirkt wie ein durchgehender Club-Trip mit Neonfarben, starken Kontrasten und viel Bewegung auf dem Bildschirm.

Das kann manchmal auch unübersichtlich werden, gerade wenn viel gleichzeitig passiert. Aber es gibt dem Spiel eine klare Identität. Man verwechselt Dead As Disco nicht so schnell mit etwas anderem.

Erster Eindruck

Für eine so frühe Version wirkt Dead As Disco schon ziemlich stabil und vor allem sehr fokussiert. Das Spiel weiß genau, was es sein will.

Der größte Punkt bleibt aktuell das Rhythmus-Feedback. Wenn hier noch nachgebessert wird und der Takt klarer lesbar wird, könnte das Gameplay deutlich gewinnen.

Ansonsten richtet sich das Spiel ziemlich klar an eine bestimmte Zielgruppe. Wer Leaderboards, Challenges und rhythmische Perfektion liebt, sollte das im Auge behalten. Wer dagegen mehr Story oder ein entspannteres Spielerlebnis sucht, wird hier wahrscheinlich weniger abgeholt. Ab dem 5. Mai dürfen alle Spieler im Rythmus kämpfen!

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.