Die 50 Staaten von Amerika – Hawaii

13. Mai 2025
4 Minuten Lesezeit

Die 50 Staaten von Amerika

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Photo by Nils Huenerfuerst on Unsplash

In dieser Serie möchte ich gerne jeden Staat einmal vorstellen. In den meisten war ich bisher selber schon, Nils sogar schon in allen 50, weshalb ich für jeden Staat ein bisschen persönliche Erfahrungen einbringen kann. Dabei geht es um interessante Fakten, ein bisschen Geographie, Ökonomie und was es eben sonst noch zu erzählen gibt. Selbstverständlich kann ich nur über das berichten, was ich oder Nils gesehen haben und es handelt sich um eine ganz eigene Meinung und Empfindung. Diesmal geht es um Hawaii, dem einzigen Inselstaat der USA und auch dem einzigen tropischen Staat.

The Aloha State

Hawaii liegt im pazifischen Ozean, ungefähr 3.200 km vom Festland entfernt. Der Staat besteht aus 137 Vulkaninseln, von denen aber nur sieben bewohnt sind. Die sieben Inseln sind Maui, Big Island, Oahu, Kauai, Molokai, Linai und Niihau. Der Begriff Aloha, weltweit bekannt, ist ein Begriff der Ureinwohner Hawaiis und bedeutet ‚respektiert und liebt einander, lebt in Harmonie mit eurer Umgebeung‘. Auch wenn alle hawaiianischen Inseln vom Pazifik umgeben sind, ist Hawaii nur auf Platz vier der Staaten mit der längsten Küste. Das liegt vor allem daran, dass die Inseln relativ klein sind und dadurch nicht viel Küste zusammen kommt (1.210 km), dafür findet man hier aber die schönsten und diversesten Küsten in den gesamten Staaten. Geografisch gesehen ist Hawaii ein Teil von Polinesien und Ozeanien. Die größte Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt ist Honululu, gelegen auf der Insel Oahu, welche auch die Insel mit den meisten Bewohnern ist.

Photo by Chase O on Unsplash

Die Geschichte Hawaiis geht sehr weit zurück, weiter als die jedes anderen Staats. Besiedelt war Hawaii von Polynesiern, bevor der britische Entdecker James Cook als erster nicht Polinese die Inseln entdeckte. Noch heute zeigt sich der britische Einfluss in der Staats-Flagge, die den Union Jack beinhaltet. Durch den europäischen Zustrom kam es zu einer signifikanten Dezimierung der Ureinwohner vor allem durch Krankheiten, denen diese nie ausgesetzt waren. Hawaii wurde zuerst zu einem Teil des Königshauses von Groß Britannien, bevor die Monarchie durch die United States gestürzt wurde. 1959 wurde Hawaii als letzter Staat Teil der Union

Hawaiis Natur ist eine der schönsten in den gesamten Staaten. Hawaiis Inseln wurden durch Ausbrüche von Vulkanen geformt, noch heute ist dieser Prozess im Gang und es gibt ständig neue Formationen. Man findet auf den Inseln Vulkankrater, Wasserfälle, Regenwälder, Sandstrände und Strände aus Vulkangestein. Auch die Temperaturen auf Hawaii können selbst auf einer Insel stark variieren. Durch die ständigen Passatwinde ist es zwar heiß, aber nicht so feucht. Diese Winde erklären auch die sehr unterschiedlichen Strände im Westen und Osten. Auch im Winter bleibt es hier muckelig warm, mit durchschnittlichen 28°C am Tag. Es gibt zwei Saisons, die trockene, von Mai Bis Oktober und die nasse, über den Winter.

Durch die Abgelegenheit der Inseln sind die Lebenskosten extrem hoch. Vor allem Lebensmittel sind teurer, verursacht durch den Transport, aber auch Elektrizität und der Eigentum von Häusern sind höher als in allen anderen Staaten. Selbst der Kauf von einem Haus im Silicon Valley, dem reichsten Ort in Amerika, ist niedriger als ein Hauskauf auf Hawaii. Die hohen Lebenskosten werden oft ironisch als ‚Sunshine-Tax‘ oder ‚Paradies-Tax‘ bezeichnet. Ein anderer Faktor für die hohen Preise ist aber auch das Jones-Abkommen, welches den Transport von Gütern innerhalb der USA auf Schiffe limitiert, die ausschließlich in den USA gebaut wurden, Eigentum der USA sind und von US-Bürgern bedient werden, welche einfach meistens teurer im Bau und Unterhalt sind. Zwar ist die Zulieferung von asiatischen Produkten direkt aus dem asiatischen Raum davon nicht betroffen, jedoch ist es trotzdem wegen der für Transporter eher zu kleinen Häfen und auch dem sehr kleinen Markt für asiatische Verhältnisse kaum lohnenswert, diese Inseln zu beliefern.

Die hawaiianische Kultur ist zum Glück noch heute stark zu finden, vor allem in der Küche und in Form von Nachstellung für touristische Zwecke durch hohes Intresse. Der Kampf, die übrigen Ureinwohner Hawaiis zu beschützen ist lang, heute gibt es zwar Anerkennung durch den Staat, für viele Rechte muss aber noch immer gekämpft werden. Wie bei vielen anderen Staaten werden Ureinwohner und ihre Kultur verdrängt und amerikanisiert.

Interessantes

  • Niihau wird als verbotene Insel bezeichent. Im 19. Jahrhundert hat Elizabeth Sinclair die Insel von King Kamehameha abgekauft weshalb sie noch heute Eigentum der Robinson-Familie ist. Nur wenige Leute haben Zugang zu dieser Insel.
  • Gebäude auf Kauai dürfen gesetzlich nicht höher als eine Palme sein.
  • Auf Maui befindet sich der größte, ruhende Vulkan der Welt. Haleakala ist heute ein National Park und laut Ureinwohner ist derjenige, der es wagt einen Stein von der Insel zu entfernen für immer verflucht.
  • Geboren in Hawaii, gilt Barack Obama als einziger Präsident der nicht vom Festland kommt.
  • Auf Hawaii wird die Uhr nicht umgestellt.
  • Hawaii ist der einzige Staat, der zwei Sprachen anerkannt hat. Englisch und Hawaiianisch.
  • Hawaii ist der einzige US Staat, der Kaffee anbaut.

Ein Besuch auf Hawaii

Es gibt keinen Staat, den ich dringender besuchen möchte als Hawaii. Wäre da nicht unser lieber Hund Herr Moro, wären wir schon längst dort gewesen. Und ich bin mir sicher, ein Besuch reicht nicht. Jede der besuchbaren Inseln sollte man sehen, wenn man kann. Flüge sind teuer, auch die Unterkünfte und Versorgung sind wie auch die Lebenskosten sehr hoch. Die Flugzeit von der Westküste zu einem der Flughäfen beträgt 5-6 Stunden, da kommen von der Ostküste noch mal 5 Stunden dazu. Das macht es selbst für Amerikaner nicht leicht, diese Inseln zu besuchen. Und auch saisonale Preise findet man nicht. Ob Ferien oder nicht, ob Winter oder Sommer, die Preise sind immer recht stabil teuer.

Nils hat es bisher auf die Insel Oahu nach Honolulu geschafft. Nach einer Dienstreise nach Kalifornien ist er direkt nach Hawaii geflogen und hat sich die Insel angeschaut. Atemberaubende Landschaften, Sandstrände und eine überwiegende Lebensfreude sind ihm begegnet. Ein bisschen Neid gibt es da von meiner Seite. Aber ich bin mir sicher, in den nächsten Jahren, nicht allzu weit in der Zukunft wird es einen Urlaub auf Hawaii für uns geben.

Annegret Hünerfürst

Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von drei Kindern

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