Die 50 Staaten von Amerika

In dieser Serie möchte ich gerne jeden Staat einmal vorstellen. In den meisten war ich bisher selbst schon, Nils sogar bereits in allen 50, weshalb ich für jeden Staat ein bisschen persönliche Erfahrungen einbringen kann. Dabei geht es um interessante Fakten, ein bisschen Geografie, Ökonomie und was es eben sonst noch zu erzählen gibt. Selbstverständlich kann ich nur über das berichten, was ich oder Nils gesehen haben, und es handelt sich um eine ganz eigene Meinung und Empfindung. Diesmal geht es um Virginia, einen der wohlhabenderen Staaten an der Ostküste mit vielfältiger Landschaft.
The Old Dominion State

Virginia ist ein Staat in der Mittelatlantik-Region. Er grenzt an den Atlantik, North Carolina, Kentucky, Tennessee und Maryland. Wegen ihrer unerschütterlichen Loyalität zum britischen Königshaus während des englischen Zivilkrieges nennt sich der Staat heute noch Old Dominion oder auch ‚The Commonwealth‘. Der Titel, damals von König Charles II. vergeben, soll zum einen an Virginia als ältestes Überseeterritorium des Königs erinnern und zum anderen als Kosename, ähnlich wie alter Freund, dienen. Virginias Hauptstadt ist Richmond und die meistbesiedelte Stadt ist Virginia Beach. Mit einer Population von 8,8 Millionen Menschen liegt Virginia auf Platz 12 der am meisten besiedelten Staaten. Landschaftlich hat Virginia viel zu bieten: Das Shenandoah Valley und der Shenandoah River, die Blueridge Mountains, die Küste des Atlantiks, die Chesapeake Bay, der Potomac River und die historischen Stadtteile Alexandrias, die einst zu Washington DC gehörten liegen alle im Staate Virginia.
Die Geschichte Virginias begann mit einigen indigenen Völkern, bevor 1607 die Kolonie Virginias als erste permanente englische Kolonie von englischen Besatzern gegründet wurde. Afrikanische Sklaven und das Land der vertriebenen Völker haben die Wirtschaft stark angekurbelt, die Lage am Atlantik war von Vorteil. Schnell entstand der Begriff ‚New World‘. Als sich die 13 Kolonien der amerikanischen Revolution bildeten, kämpften die Einwohner Virginias dagegen an. Während des Zivilkrieges, als sich die Stadt Richmond den Konföderierten anschloss, kam es zur Abspaltung der nordwestlichen Kolonien, die der Union treu blieben. So entstand der heutige Staat West Virginia.

Virginias Wirtschaft ist durch viele Zweige angetrieben. Im Norden befinden sich viele hochrangige Firmen und das Government trägt durch die nahe Lage zu Washington, D. C. ebenfalls zur Wirtschaft bei. Das Pentagon, der größte US Naval Stützpunkt und das Hauptquartier der CIA liegen alle in Virginia.
Interessantes
- Die Naval Base in Norfolk ist die größte der Welt. 78 Schiffe gehören zur Flotte, die dort zu Hause ist.
- Acht der US Präsidenten wurden in Virginia geboren und die Geburtsstätten kann man heute als Museum besuchen.
- Virginia beherbergt das größte Büro der Welt – das Pentagon.
- Mount Trashmore ist eine ehemalige Mülldeponie und heute ein beliebtes Ausflugsziel.
- Die verlassenen Präsidentenköpfe sind ebenfalls eines der eher komischen, aber beliebten Ausflugsziele. Die Köpfe der Präsidenten von Washington bis Bush, als Statuen bis zu sechs Meter hoch, waren für einen Park gedacht. Nach Schließung des Parks wurden die Statuen in einem nahegelegenen Feld entsorgt und sind noch heute dort zu besichtigen.
- Dirty Dancing wurde in Virginia gedreht.
- Virginia hat sieben anerkannte indigene Völker, innerhalb des Staates sind sogar elf anerkannt.
Ein Besuch in Virginia
Virginia liegt für uns nur ein paar Autominuten entfernt, es kommt regelmäßig vor, dass wir uns in dem Staat befinden. Vor allem Spielplätze und Freizeitaktivitäten ziehen uns immer mal wieder hin. Es gibt aber auch Orte in Virginia wie zum Beispiel Virginia Beach, Chincoteague und Assateague Island, Strandorte, die wir besucht haben, die ich wunderschön finde. Es gibt sehr viele schöne Strände im Allgemeinen, aber auch auf der anderen Seite des Staates hin zu den Apalachien Bergen gibt es viel Sehenswertes. Einen Besuch ist es definitiv wert, für uns vor allem sind es schöne Orte für Tagesausflüge, sei es geschichtlich, wie die Geburtsstätten der Präsidenten, oder aber Natur erleben, wie der Shenandoah River und die Apalachien.




