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E-Ink-Kalender mit einem Raspberry Pi Zero – Teil 2 – Hard- und Software installieren

Nachdem alles angekommen ist, können wir mit dem formatieren, installieren und konfigurieren beginnen. Für alle, die nicht wissen, worum es geht, hier der erste Teil des E-Ink Kalender Projekts.

Eine passende microSD Karte liegt auch bereit, ja? Sehr gut! Meine Empfehlung für ein Tool, welches die Installation von Rasbian übernimmt, ist der offizielle Raspberry Pi Imager. Zeitaufwand: 8 Minuten.

Plug und Play nur etwas fummelig

Ich muss zugeben, das Flachbandkabel des E-Ink Displays brachte kurz meinen Puls in die Höhe. Etwas fummelig war es, die Verbindung zum Controller herzustellen. Ging dann aber irgendwie doch.

Das sogenannte Driver HAT passt perfekt auf einen Raspberry Pi Zero und kann auf einen Pi mit vorinstalliertem Header-Pins einfach aufgesteckt werden. Wirkt dann ein wenig wie ein Doppeldecker Raspberry Pi. Es liegt zwar auch ein Verbindungskabel dabei, um das Display an einen „normalen“ Pi anzuschließen dennoch lohnt es sich, bei einem Zero zu bleiben, da man hier zusätzlich Stromkosten einsparen kann.

Und nochmal einen Schritt zurück.

Man kann den Pi gern mal anschalten, allerdings wird nicht viel passieren. SSH ist nicht aktiviert und auch kein WLAN. Dinge, die wir brauchen, um weiter zu machen. Also noch mal zur microSD Karte. Kurz den ebend zurückgelegten Kartenleser wieder hervorgeholt. Wir brauchen nämlich noch ein paar Dateien, um weiterzumachen und können auch schon die Konfigurationen für unseren E-Ink Kalender anlegen, auch wenn hier im späteren Verlauf immer wieder etwas angepasst werden muss, bis man am Ziel angelangt ist. Für das WLAN und das fehlende SSH Protokol gibt es einen nettes Webtool vom Inkycal Entwickler. Sehr nützlich. Danach per SSH verbinden und folgende Befehle ausführen:

sudo raspi-config --expand-rootfs
sudo sed -i s/#dtparam=spi=on/dtparam=spi=on/ /boot/config.txt
sudo dpkg-reconfigure tzdata

Damit wird das Filesystem auf das Maximum der microSD Karte expandiert. Die SPI-Schnittstelle für das Display aktiviert und mit dem letzten Befehl erhält man die Aufforderung, seine eigene Zeitzone auszuwählen.

Und dann folgt der ultimative Befehl um unser Setup aus Kabeln und Steckverbindungen in etwas nützliches zu verwandeln.

bash -c "$(curl -sL https://raw.githubusercontent.com/aceisace/Inkycal/main/installer.sh"

Zeitaufwand: 13 Minuten. Hat wirklich ungewöhnlich lang gedauert aber was gibt es Schönes als ein ausführliches Installationsskript im Terminal zu beobachten. Danach kann eben installierte Tool ausprobiert werden. Dazu einfach inky.test() als Befehl abschicken und dabei gern das Display im Auge behalten.

Von hier aus waren es noch gute zwei Stunden, bis ich meine perfekte Config-Datei fertig hatte. Etwas ungelenkig lässt sich das Inkycal Tool konfigurieren. Gerade die Höhen der einzelnen Module lassen sich nur in einem gesamten Verhältnis ausgehend der gesamten Anzahl der gewählten Module bestimmen. Bis man das erst mal rausgefunden hat, vergehen doch einige Minuten. Als nächstes muss nun der Bilderrahmen her.

Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

4 Comments

  1. Hi Nils,
    wow, das ist einer der tollsten Tutorials um die aktuelle Version 2.0.0 zu installieren :). Ich bin der Entwickler von Inkycal und wollte mich dafür bedanken, vielen Dank für das Tutorial mit all den GIFs und klaren Anweisungen!

    Im nächsten Release gibt es ein paar tolle Features, z.B. eine lokale Version der Web-UI, mit der die Settings Datei live editiert werden kann. Auch werden die riesigen Schriftarten (ca. 90 MB) nicht mehr inkludiert und die Installation sollte schneller ablaufen :)

    Danke für die Backlinks und viel Spaß mit Inykcal,
    Ace

    • Hey Ace,
      ein Part fehlt sogar noch :)
      Vielen Dank für deine Arbeit und ich freu mich auf die neuen Features.
      Gerne darfst du Bilder und GIFs für deine Zwecke verwenden.

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