Entourage durchgeguckt

Entourage Staffeln 1-8 und den Film geguckt, wie war’s?

Ich habe nie von dieser Serie gehört, sie war absolut nicht auf meinem Radar, obwohl ich doch wirklich gene Serien gucke. Erfahren habe ich von Entourage, als der Macher Doug Ellin beim Podcast „Welcome to the o.c., Bitches“ von Rachel Bilson und Melinda Clarke zu Gast war. Wer o.c. California mag, kleine Empfehlung mal rein zu hören. Ist nicht der beste Podcast, bringt einem aber etwas Nostalgie aus der Zeit von o.c. California zurück. Die Host’s und der Gast dieser Folge haben diese beiden Serien als sehr ähnlich betitelt, weshalb ich Entourage unbedingt sehen wollte. Aber sind sich diese Serien wirklich ähnlich? Und wie hat es mir persönlich gefallen?

Story ohne Spoiler

Bei Entourage geht es um 4 junge Kerle die in Los Angeles leben und ihren ganz eigenen Weg gehen. Vincent Chase, berühmter und erfolgreicher Schauspieler, Johnny Chase aka. Drama, Vincents untalentierter älterer Bruder der gerne Schauspieler wäre, Eric Murphy aka. E, Manager von Vincent und zu guter Letzt Turtle, dessen richtigen Namen man eigentlich nie erfährt, Chauffeur und Mädchen für alles. Alle 4 leben vom Geld und im Haus von Vincent Chase. Aber man erfährt sehr schnell, es handelt sich um echte, lange Freundschaften und jeder von ihnen braucht den anderen irgendwie. Dann wäre da noch Ari Gold, der cholerische Agent von Vincent, der sich mit den Staffeln fast schon zur Hauptfigur entwickelt.

Mein Urteil

Ich habe Entourage ohne jegliches Wissen angefangen zu gucken. Kein Trailer, Teaser, nichts auf ImdB gelesen. Die ersten Folgen musste ich mich etwas zwingen weiter zu gucken. Die Verbindungen der Hauptcharaktere kam mir sehr komisch vor und ich fand die Rolle des Eric Murphy ganz falsch gecastet. Aber da bin ich dann rein gewachsen und ganz schnell konnte ich nicht genug bekommen. Man sieht unheimlich tolle Häuser und Gegenden mit irren Gärten, Terassen und Infinity-Pools in L.A. und Beverly Hills, es ist immer gutes Wetter, was mir immer gute Laune bereitet und es ist leichte und lustige Unterhaltung. Eine feel-good Serie sozusagen. Besonders gut finde ich die sehr realistischen (nehme ich mal an) Eindrücke in die Welt der high-society und der Filmkulissen. Und die vielen vielen Gastauftritte von, um nur ein paar zu nennen, Eminem, Bob Odenkirk, Bob Saget, Larry David, Val Kilmer uvm., die sich irgendwie alle selbst auf die Schippe nehmen, machen Entourage sehr sehenswert. Die Storyline ist zwar nicht sehr tiefgreifend aber für leichte Unterhaltung eben genau richtig.

Kurz noch zum Film, ich finde den Film eher unnötig. Er wirkt wie eine 9. Staffel in Movielook. Von der Handlung leider auch sehr flach, nicht wirklich Movie-Material, aber trotzdem nett zum Abschluss zu sehen. Und auch hier wieder tolle Kulissen und schönes Wetter! Übrigens gab es mal gemunkel, Mark Wahlberg (einer der Produzenten) würde einen zweiten Teil machen. Finde ich unnötig aber würde ich trotzdem gucken.

Entourage vs. o.c. California

Also ich persönlich finde keine Ähnlichkeiten zwischen den beiden Serien. Außer vielleicht der Cast, der zu 40% in beiden Serien dabei war. Entourage ist eine klassische 20 Minuten-pro-Folge Feel-good-Serie während o.c. doch mit seinen rund 40 Minuten pro Folge sehr viel Drama enthält und auch in einer ganz anderen Welt spielt. Nicht zu vergleichen finde ich. o.c. California wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen tragen und ich werde es mir bestimmt weiterhin alle Jahre mal wieder ansehen. Ich weiß noch nicht, ob es mit Entourage auch so sein wird.

Quintessenz all dessen

Von mir eine Watch-Empfehlung! Wenn man mal nicht weiß welche Serie als nächstes geguckt werden soll und man Lust auf leichte Unterhaltung hat, passt Entourage sehr gut. Die Mischung aus Fiktion und Realität und die vielen Cameos machen es unterhaltsam und spaßig. Und mit 8-10 Folgen pro Staffel ist alles nicht so langatmig.

Es gibt im Übrigen auch zu dieser Serie einen Rewatch-Podcast mit vielen Gästen, in dem jede Folge durchgesprochen wird. Victory the Podcast mit Doug Ellin und Kevin Dillon. Habe ich noch nicht reingehört, mach ich aber auf jeden Fall noch.

Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von zwei Kindern

1 Comment

  1. „Entourage“ war super! Konnte das damals sogar meiner Mom als „Sex in the City mit Männern“ verkaufen… ;) Haben das damals zu Uni-Zeiten so abgefeiert, dass wir das Finale unbedingt nach Abschluss zusammen schauen wollten und einen Komilitonen in Bulgarien dazu besucht habe – episch! Natürlich ging es auch irgendwie um nichts in den Folgen, aber das Ensemble war so wundervoll chaotisch-liebenswürdig. :)

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