Glücksspiel vs. Sportwetten: Das sind die Unterschiede

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Viele Anbieter und Online-Casinos kombinieren auf den digitalen Plattformen Sportwetten und Glücksspiel-Angebote. Das bietet allen Nutzern die Chance, über einen eigenen Account eine Wette zu platzieren, an den digitalen Spielautomaten zu treten oder eine Runde Poker zu spielen.

Die Beliebtheit der Sportwetten steigt nicht nur mit großen Ereignissen und Turnieren. Zu den Klassikern hierzulande gehören König Fußball. Aber auch andere Sportarten aus Übersee wie die NFL, die NHL, Beach Volleyball oder Basketball erfreuen sich eines steigenden Interesses. So steigt jetzt das Interesse an Ereignissen wie dem WM 2022 Viertelfinale, dem Finale oder dem Ausgang der nächsten Weltmeisterschaft.

Doch wo liegen die Unterschiede zwischen Sportwetten und Glücksspiel, wie es in den Merkur Casinos möglich ist? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel näher auf den Grund!

Was ist eine Sportwette?

Der klassischen Wette geht eine Meinungsverschiedenheit voraus. Wenn beide Parteien auf ihrer Meinung beharren, können sie eine Wette eingehen. Verwandt ist damit der Wettstreit. Ähnlich funktionieren auch die Sportwetten, wobei die meisten neben dem Wettstreit die Aussicht auf einen Gewinn antreibt. 

Vorab riskiert ein Wettspieler einen bestimmten Wettbetrag, der unmittelbar mit einem potenziellen Gewinn verbunden ist. Heute ist es nicht wichtig, vor Ort bei einem Spiel oder an der Rennbahn zu stehen. Auch von zu Hause aus können die Spieler die vielschichtigen Wettangebote über eine Plattform nutzen. Alles, was sie dafür benötigen, ist ein eigenes Online-Konto, das jeder Nutzer mit der Volljährigkeit in Deutschland eröffnen darf.

Hierzulande braucht ein Wettanbieter eine Genehmigung, um sein Wettbüro im Internet zu betreiben. Im klassischen Sinne ist die Sportwette kein richtiges Glücksspiel. Sie ist nämlich abhängig von einem bestimmten sportlichen Ergebnis und einer Leistung. So bewegt sich die Wette in einer Grauzone, wenn es um die Rechtsprechung geht. 

Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag trat im vergangenen Juni in Kraft, um Licht ins Dunkel zu bringen. Seitdem ist es möglich, für jeden Online-Glücksspiel- und Sportwetten-Anbieter, eine deutsche Lizenz zu erwerben, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Was ist das Glücksspiel? 

Der Begriff impliziert es: Das Ergebnis des Spiels ist nur vom Glück abhängig. So kann ein Spieler nicht allein durch seine Leistung den Ausgang eines Spiels bestimmen. Das beste Beispiel dafür sind die Glücksspielautomaten. Ein Nutzer investiert Geld und beginnt mit einem Spiel, das durch den Zufall entschieden wird. Nach seinem Einsatz ist völlig offen, ob er oder sie das Spiel verliert oder gewinnt.

Kartenspiele wie Poker gehören in den Bereich der Glücksspiele. Ein Spieler bringt zwar seine ganze Erfahrung und sein Wissen in einer Pokerrunde mit. Doch hat er es nicht selbst in der Hand, wie die Karte in der nächsten Runde aussehen. Das Ziehen der Karten ist dem Zufall überlassen. Zu den größten Gefahren beim Glücksspiel gehört die Glücksspielsucht, die Unfähigkeit, das eigene Spielverhalten zu kontrollieren. 

Die Faszination, den großen Jackpot mit nach Hause zu nehmen, ist der eigentliche Reiz, der Erfolg und zugleich auch die Gefahr des Glücksspiels. Deshalb setzen seriöse und erfolgreiche Online-Casinos auf eine benutzerfreundliche Plattform und ein sicheres System, das frühzeitig spielsuchtgefährdendes Verhalten erkennt und dann aktiv wird.

Vergleich: Quoten und Hausvorteil

Aus mathematischer Sicht hat das Online-Casino gegenüber den Spielern einen Hausvorteil. Gemeint ist damit der prozentuale Vorteil. Dieser liegt bei den meisten Casinos zwischen einem und 15 Prozent. Im Gegenzug sollte das aber nicht bedeuten, dass der Spieler zwangsweise verlieren muss. Im Vergleich dazu fehlt bei den Sportwetten der Hausvorteil. 

Einige Spieler können ihre eigenen Chancen mit Erfahrung und Know-how sogar selbst beeinflussen. Die Rolle des Zufalls lässt sich dennoch nicht von der Hand weisen. Entscheidend für den Ausgang eines Spiels und für den eigenen Gewinn sind die Wettquoten. Sie steigen mit einer abnehmenden Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses. 

Die Quote ist die tatsächliche Wahrscheinlichkeit und der Koeffizient, mit dem der eigene Wetteinsatz multipliziert wird. Wer auf ein wahrscheinliches Ergebnis wettet, muss sich mit einer geringen Quote zufriedengeben. Dafür steigt seine Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einen Gewinn mitzunehmen.

Wie Strategien und Erfahrungen das Glücksspiel beeinflussen

Die Komplexität ist eines der wesentlichen Unterscheidungskriterien innerhalb der unterschiedlichen Spielekategorien eines Online-Casinos. Es gibt keine bestimmte funktionierende Strategie, wenn ein Spieler an einem Automaten spielt. 

Komplexer hingegen sind die Klassiker der Glücksspielbranche wie Blackjack oder Poker. Wer jede Menge Erfahrung mitbringt, sicher im Umgang mit den Regeln und Sonderregeln ist und ohne Emotionen seiner eigenen Strategie folgt, kann das Spiel zu einem gewissen Maße beeinflussen. Es gibt aber auf der ganzen Welt keine legale Strategie, die 100 % immer zum Sieg eines Spielers führt. Dessen sollte sich jeder Spieler bewusst sein, andernfalls driftet das Glücksspiel in einen gefährlichen Part ab.

Was gibt es für Wettmöglichkeiten im Netz?

Die bekannten und großen Casinos bieten ihren Kunden eine Vielfalt unterschiedlicher Möglichkeiten und Varianten des Glücksspiels. Zu einem beliebtesten kurzweiligen Zeitvertreib gehören die Slots oder die Automatenspiele. Hier existieren Tausende verschiedener Varianten, die schon für einen geringen Einsatz zur Verfügung stehen. 

Vergleichbar ist die Auswahl der Sportwetten, die sich gerade in den letzten Jahren deutlich gesteigert hat. Mittlerweile sollte es auf den großen Plattformen möglich sein, auf fast alle Sportarten eine Wette zu platzieren. Innerhalb einer Sparte oder Sportart gibt es wiederum verschiedene Wettbewerbe und Sportwetten-Arten, wie zum Beispiel Spezialwetten. 

Letztere bieten den Vorteil, deutlich höhere Gewinne einzustreichen als die klassische Einzelwette. Wer zum ersten Mal eine Wette auf ein sportliches Ereignis platziert, sollte sich an die einfachen Verfahren halten und Abstand von der Spezialwette nehmen. Diese verlangen Know-how und Fachkenntnis. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass mit sehr hohen und lukrativen Quoten und Gewinnen ein erhebliches Risiko einhergeht, den gesamten Einsatz zu verlieren. Ohnehin sollten keine großen Beträge eingesetzt werden.

Die Unterscheidung durch das Finanzamt

Das deutsche Recht vertritt die Auffassung, dass Sportwetten in den Bereich des Glücksspiels gehören. Mathematisch lässt sich zwar der Unterschied nachweisen, dennoch bleibt der Fakt so bestehen. Einen Unterschied macht aber das Finanzamt, denn die erfolgreichen Pokerspieler müssen auf ihre Gewinne steuerliche Abgaben zahlen, anders als, wenn das Spiel einfach zum Lifestyle gehört.

Gleiches ist auch für die erfolgreichen Sportwetter anzunehmen, die es geschafft haben, von den Sportwetten ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Doch hier gibt es noch keinen rechtssicheren Gesetzesentwurf. Zum jetzigen Zeitpunkt macht das Finanzamt den Unterschied zwischen den Pokerspielern, die zur Zahlung verpflichtet sind und den Sportwetten, die davon ausgenommen sind.

Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

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