
Wer an Los Angeles denkt, hat wahrscheinlich Hollywood, den Walk of Fame oder endlose Highways im Kopf. Was viele dagegen nicht wissen: Mitten zwischen Wohnhäusern, Schulen und Parks verstecken sich tausende Ölquellen. Viele davon sind sogar heute noch aktiv.
Ein Teil dieser Förderanlagen ist so gut getarnt, dass man sie im Alltag kaum bemerkt. Sie stehen hinter unscheinbaren Gebäuden oder sogar in künstlich gestalteten Türmen, damit sie sich besser ins Stadtbild einfügen. Aus stillgelegten oder schlecht gewarteten Bohrlöchern können Methan und andere gesundheitsschädliche Gase austreten.
Nach jahrelangen Diskussionen und Gerichtsverfahren beginnt Los Angeles nun damit, viele dieser Ölquellen endgültig zu verschließen. Das ist allerdings alles andere als günstig. Experten rechnen mit Kosten von mehreren Millionen Dollar, bis alle gefährlichen Anlagen dauerhaft gesichert sind.
Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich faszinierend, dass eine der größten Städte der USA bis heute so eng mit der Ölindustrie verbunden ist. Die meisten Touristen laufen wahrscheinlich an mehreren dieser versteckten Förderanlagen vorbei, ohne sie überhaupt zu bemerken. P.S. An dem Stück habe ich die Kamera gemacht und zusammen mit Amanda, die Federführend diese Story erzählt, hatten wir im Mai 2026 ein tolle Produktion gehabt.





Amerika besitzt eine bemerkenswerte Begabung, Probleme nicht zu lösen, sondern dekorativ zu verkleiden. Andere Länder pflanzen einen Baum. Los Angeles baut ein Gebäude um eine Ölquelle und hofft, niemand stelle unangenehme Fragen.
Das ist fast schon große Kunst. 🦌