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Lunar: Silver Star (1996) durchgespielt

Nach dem katastrophalen Versuch den Klassiker der Playstation 1 Xenogears durchzuspielen, war nun Lunar: Silver Star an der Reihe. Von Game Arts entwickelt, ein Entwicklerstudio das wohl mein liebstes japanisches Rollenspiel entwickelt hatte, fühlte ich mich gleich wohlig unterhalten. Film ähnliche Anime Sequenzen, teils vertonte Dialoge und eine knuffige 16-Bit Optik – fast wäre Lunar: Silver Star ein perfektes Videospiel geworden – selbst aus meiner heutigen Sicht.

Worum geht es eigentlich?

Die Lunar Reihe besteht aus zwei Teilen. Beide befinden sich im selben Universum, ja sogar auf dem selben Planeten. Nur 1000 Jahre befinden sich zwischen Teil 1 namens Silver Star und Eternal Blue, dem zweiten Teil. Die Vorstellung in einer Welt, eine Geschichte zu erleben, deren Vergangenheit einem mehr als 15 Stunden vorgelebt wurde, klang verlockend. Also ging es natürlich wieder über eine Emulation ins Abenteuer. Aktueller Marktwert: 180$. Das ist eine Wertsteigerung von über 120%.

Ohne Probleme lief die Emulation. Bis auf kleine Probleme beim virtuellen Disc-Wechsel, lief das Programm stabil. Und wir starten mit Hauptfigur Alex. Das Intro beginnt: Wir hören eine Stimme! Und das ist für ein Spiel von 1996 ein riesiger Meilenstein gewesen. Insgesamt wirkt die gesamte Lunar-Reihe sehr hochwertig produziert. Auf beiden Spielen lag sogar eine extra Making-Of CD dabei auf denen Interviews sind und ein Einblick in die Entwicklung.

Der Soundtrack schlägst zuletzt, mit seiner lebensbejahend Stimmung ein und tränkt alles Zuckersüß. Lunar sind beides Spiele, so auch die Grandia Reihe, die stets junge Abenteuerer bei ihrer Reise begleiten. Erst nach einigen Spielstunden, gewinnt die Aufgabe, die Welt zu retten und vom Bösen zu befreien, an Aufmerksamkeit.

Nervige Menüs und ätzende Gegner

Und das ist aus heutiger Sicht wirklich anstregend. Die Menüs, also die Organisation der Ausrüstung das noch sehr simple Charaktermanagement, lässt sehr schlecht bedienen. Unterm Strich ist es einfach kacke. Dazu kommen noch lästige Gegner die einem die Wege unnötig in die Länge ziehen. Zwar gibt es wenig bis kaum Backtracking dennoch ziehen sich einige Höhlen und Tempel mit ihren nicht unanspruchsvollen Rätsel sehr in die Länge. Mehrere Gründe warum ich dieses über 20 Jahre alte Spiel mit Cheats gespielt habe. Quality-of-Life Funktion V 0.1

22 Minuten Gameplay

Im direkten Retro-Nostalgie Vergleich: Suikoden II oder Lunar: Silver Star, muss ich als Person, deren Meinung nicht zu 90% aus einer eigenen Nostalgie hervokeimt, muss ich sagen. Lunar ist für mich weit über Suikoden II. Ein richtiges Unterhaltsames Abenteuer, mit feingeschliffenen Charakteren und spannenden Twists erwarten einem in Lunar während in Suikoden II ein weit vorhersehbare Geschichte wie ein Kaugummi in die Länge gezogen wird.

Retro-Fans – unglaublich das in diesem Begriff von einem Playstation 1 Spiel die Rede ist – sollten Lunar Silver Star eh schon kennen. Alle anderen sollten unbedingt was neues ausprobieren und sich diesen Klassiker einverleiben.

Und eigentlich wollte ich mir nach zwei Klassikern wieder ein paar hochauflösende 4K HighRes Texturen gönnen, da stieg mir doch die größer werdende Frage in den Kopf: Wie wohl nach 1000 Jahren alles geschehen ist? Wie sieht es dort jetzt aus? Beschloss ich gleich den zweiten Teil zu starten.

Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

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