Mouse P.I. for Hire – Noir trifft Boomer Shooter

9. Mai 2026
1 Minute Lesezeit

Mouse P.I. for Hire ist so ein Spiel, das man einmal sieht und sofort versteht, warum es so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Dieser 1930er Cartoon Look, komplett in schwarz weiß, kombiniert mit einem knallharten Shooter. Das wirkt im ersten Moment wie ein Gimmick, zieht aber erstaunlich gut durch. Doch taugt das Spiel auch etwas oder ist das nur ein kleiner Blender?

Man spielt den Privatdetektiv Jack Pepper, irgendwo zwischen abgehalftertem Cop und klassischem Noir-Ermittler. Die Story selbst ist jetzt nichts komplett Neues. Verschwundene Personen, Korruption, zwielichtige Gestalten. Aber genau das passt auch zum Setting. Es ist eher eine Hommage an alte Noir-Filme als der Versuch, das Rad neu zu erfinden.

Entwickler – kleines Studio, große Idee

Hinter dem Spiel steckt das polnische Indie-Studio Fumi Games. Kein riesiger AAA-Player, sondern ein relativ kleines Team, das sich hier ein sehr klares Ziel gesetzt hat.

Die ursprüngliche Idee entstand wohl aus einem einfachen Konzept und einem kurzen Clip, der online ziemlich schnell Aufmerksamkeit bekommen hat. Daraus hat sich dann nach und nach ein vollwertiges Spiel entwickelt. Das merkt man auch. Das Projekt wirkt nicht wie ein durchgeplanter Blockbuster, sondern eher wie eine Idee, die immer größer geworden ist.

Unterstützt wurde das Ganze vom Publisher PlaySide Studios, was dem Projekt dann nochmal den nötigen Push gegeben hat, um wirklich auf mehreren Plattformen zu erscheinen.

Look und Präsentation – der eigentliche Star

Das große Highlight ist ganz klar der Stil. Inspiriert von alten Cartoons wie Steamboat Willie wirkt alles wie ein interaktiver Film aus den 30ern. Figuren sind handgezeichnet, Bewegungen überzeichnet und alles passiert in diesem klassischen Rubber Hose Stil.

Gleichzeitig steckt darunter ein moderner Shooter. 3D Umgebungen treffen auf 2D Figuren, was erstaunlich gut funktioniert. Dazu kommt ein Jazz-lastiger Soundtrack, der perfekt zum Setting passt und dieses Noir-Gefühl nochmal verstärkt.

Gameplay – klassischer Shooter mit Twist

Spielerisch ist Mouse P.I. for Hire im Kern ein klassischer First Person Shooter. Schnelle Kämpfe, verschiedene Waffen und ein Fokus auf Bewegung und Timing. Was das Spiel aber ein bisschen auflockert, sind die kleinen Ermittlungsabschnitte. Zwischen den Shootouts sammelt man Hinweise, spricht mit Charakteren und bewegt sich durch eine Art Hub-Welt.

Das gibt dem Ganzen ein bisschen mehr Struktur und sorgt dafür, dass es nicht nur reines Geballer ist.

Mein Eindruck

Das Spiel lebt komplett von seiner Präsentation. Der Look zieht dich rein und trägt das Erlebnis über viele Stunden. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass Gameplay und Story eher solide als herausragend sind. Es ist genau die Art von Spiel, die man wegen des Stils spielt und dann bleibt, weil das Gesamtpaket einfach funktioniert.

Mouse P.I. for Hire – Noir trifft Boomer Shooter
Kann man machen
Mouse P.I. for Hire ist kein perfekter Shooter, aber ein extrem stilbewusster. Der Mix aus Noir, Cartoon-Optik und klassischem FPS Gameplay hebt das Spiel deutlich von der Masse ab. Wer Lust auf etwas hat, das sich komplett anders anfühlt als die üblichen AAA Shooter, sollte hier definitiv reinschauen.
Pro
einzigartiger Cartoon Artstyle
stimmige Noir Atmosphäre
solides und spaßiges Shooter Gameplay
Kontra
Story eher klassisch und wenig überraschend
Gameplay nicht besonders innovativ
lebt stark vom Stil
6
Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.