
Vor drei Jahren hatte ich über das Beenden von Planet of Lana. Damals hatte ich ein echt nicht so überzeugtes Review abgegeben, das ich heute nicht mehr so unterschreiben würde. Zwar war der erste Teil wirklich kurz und auch sehr repetitiv, doch wirkte das Spiel länger nach. Nun hat der Entwickler Whishfully nachgelegt und war trotz meiner 5 von 10 Wertung so gnädig und schickte mir ein Review-Code für die Steam Version. Unterwegs in Hotels und Flugzeugen beendete ich den zweiten Teil der sich enorm weiterentwickelt hat.

Die Story dreht sich wieder um das Mädchen Lana und ihren kleinen Begleiter Mui. Beide beginnen ihre Reise einige Jahre nach dem ersten Teil. Lana ist mittlerweile etwas älter geworden und hat sich von der kleinen Invasion der Roboter aus längst vergangener Zeit erholt. Doch schon steht eine neue Bedrohung mit neuen Herausforderungen bevor. Diesmal geht es auch in kleineren Rückblenden um Mui’s Vergangenheit. Diese kleinen Episoden trafen mich persönlich doch etwas stärker, als ich zunächst gedacht hätte.

Das Entwicklerteam hat aus den Schwächen des ersten Teils gelernt und schafft es, ganz ohne gesprochene Sprache eine tiefgreifende Geschichte zu erzählen. Die Welt von Lana wirkt größer und beeindruckender in ihrer Erzählweise. Das Weltdesign ist noch einmal deutlich detailreicher geworden: Zu Beginn erwarten einen prachtvolle Wälder in sattem Grün, kurz darauf karibische Gewässer mit ihren typisch goldenen Stränden. Mein späterer Favorit war jedoch die einzige zurückgebliebene Stadt auf dem Planeten, eine futuristisch wirkende, aber improvisierte Siedlung, in der die natürlichen Ressourcen gemeinsam zum Wohl der Menschheit genutzt werden.

Wirklich erstaunt haben mich die vielen neuen Gameplay-Mechaniken, die innerhalb der wenigen Kapitel eingeführt werden. Begleiter Mui kommt dabei deutlich stärker zum Einsatz. Oft ist Lana am anderen Ende des Levels, während der kleine schwarze Mui etwa einen Fisch kontrolliert und durch lange Tunnel unter Wasser schwimmt.
Hier wurde ich allerdings gelegentlich etwas herausgerissen: Nach ein paar Tagen wusste ich manchmal nicht mehr genau, welche Taste wofür war oder wohin ich eigentlich musste. An einigen Stellen fehlten mir kurze visuelle Hinweise. Doch dadurch litt die Stimmung von Planet of Lana 2 keineswegs. Im Gegenteil: Es steckt deutlich mehr Trauer, aber auch eine gewisse Hoffnungslosigkeit darin. Und selbst wenn das Ende ein Happy End ist, fühlt es sich eher an wie eines unter Trümmern.
Am besten: einfach selbst spielen! Vielen Dank an den Entwickler, der mir freundlicherweise einen Key zur Verfügung gestellt hat.




