Planet of Lana 2 – Besser, Schöner und tragischer

5. April 2026
1 Minute Lesezeit

Vor drei Jahren hatte ich über das Beenden von Planet of Lana. Damals hatte ich ein echt nicht so überzeugtes Review abgegeben, das ich heute nicht mehr so unterschreiben würde. Zwar war der erste Teil wirklich kurz und auch sehr repetitiv, doch wirkte das Spiel länger nach. Nun hat der Entwickler Whishfully nachgelegt und war trotz meiner 5 von 10 Wertung so gnädig und schickte mir ein Review-Code für die Steam Version. Unterwegs in Hotels und Flugzeugen beendete ich den zweiten Teil der sich enorm weiterentwickelt hat.

Die Story dreht sich wieder um das Mädchen Lana und ihren kleinen Begleiter Mui. Beide beginnen ihre Reise einige Jahre nach dem ersten Teil. Lana ist mittlerweile etwas älter geworden und hat sich von der kleinen Invasion der Roboter aus längst vergangener Zeit erholt. Doch schon steht eine neue Bedrohung mit neuen Herausforderungen bevor. Diesmal geht es auch in kleineren Rückblenden um Mui’s Vergangenheit. Diese kleinen Episoden trafen mich persönlich doch etwas stärker, als ich zunächst gedacht hätte.

Das Entwicklerteam hat aus den Schwächen des ersten Teils gelernt und schafft es, ganz ohne gesprochene Sprache eine tiefgreifende Geschichte zu erzählen. Die Welt von Lana wirkt größer und beeindruckender in ihrer Erzählweise. Das Weltdesign ist noch einmal deutlich detailreicher geworden: Zu Beginn erwarten einen prachtvolle Wälder in sattem Grün, kurz darauf karibische Gewässer mit ihren typisch goldenen Stränden. Mein späterer Favorit war jedoch die einzige zurückgebliebene Stadt auf dem Planeten, eine futuristisch wirkende, aber improvisierte Siedlung, in der die natürlichen Ressourcen gemeinsam zum Wohl der Menschheit genutzt werden.

Alle Screenshots vom Steam Deck

Wirklich erstaunt haben mich die vielen neuen Gameplay-Mechaniken, die innerhalb der wenigen Kapitel eingeführt werden. Begleiter Mui kommt dabei deutlich stärker zum Einsatz. Oft ist Lana am anderen Ende des Levels, während der kleine schwarze Mui etwa einen Fisch kontrolliert und durch lange Tunnel unter Wasser schwimmt.

Hier wurde ich allerdings gelegentlich etwas herausgerissen: Nach ein paar Tagen wusste ich manchmal nicht mehr genau, welche Taste wofür war oder wohin ich eigentlich musste. An einigen Stellen fehlten mir kurze visuelle Hinweise. Doch dadurch litt die Stimmung von Planet of Lana 2 keineswegs. Im Gegenteil: Es steckt deutlich mehr Trauer, aber auch eine gewisse Hoffnungslosigkeit darin. Und selbst wenn das Ende ein Happy End ist, fühlt es sich eher an wie eines unter Trümmern.

Am besten: einfach selbst spielen! Vielen Dank an den Entwickler, der mir freundlicherweise einen Key zur Verfügung gestellt hat.

Planet of Lana 2 – Besser, Schöner und tragischer
Nicht verpassen!
Der zweite Teil hat alle Schwächen des ersten Teils verbessert. Zusätzlich hat das Entwicklerteam neue Elemente hinzugefügt die sich positiv und homogen an Konzept des Sidescrollers Jump n' Run hinzufügen. Ohne Kompromisse haben wir hier ein äußert positives Spielerlebnis über das man noch in einigen Jahren sprechen wird.
Pro
Alles größer und schöner
Faire Rätsel und Gameplay-Puzzle
Endlich wieder ein richtig guter Soundtrack
Kontra
Einige Mechaniken sind nicht offentsichtlich zu erkennen
Teil 3 wird mehr Story benötigen
9
Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.