Ratcheteer DX fühlt sich wie ein verlorenes 16-Bit Modul an

14. März 2026
1 Minute Lesezeit

Manche Spiele haben eine etwas ungewöhnliche Geschichte. Ratcheteer gehört definitiv dazu. Ursprünglich erschien das Spiel vor einigen Jahren auf dem Playdate, dieser kleinen gelben Handheld-Konsole mit der Kurbel an der Seite. Dort war die Kurbel tatsächlich Teil des Gameplays und wurde benutzt, um Mechaniken im Spiel zu steuern.

Mit Ratcheteer DX kommt das Spiel jetzt auf andere Plattformen und bringt dabei gleich ein paar wichtige Änderungen mit. Das offensichtlichste Upgrade ist die neue farbige Präsentation. Während die Playdate Version noch komplett monochrom war, bekommt man hier eine deutlich lebendigere Optik.

Trotzdem bleibt Ratcheteer im Kern ein sehr klassisches Spiel. Wer mit 16 Bit Spielen aufgewachsen ist, wird sich sofort zuhause fühlen. Die Grafik erinnert stark an alte Action Adventures aus der Mega Drive oder Super Nintendo Zeit. Klare Pixel, gut erkennbare Animationen und eine Präsentation die bewusst retro bleiben will.

Auch das Gameplay fühlt sich entsprechend klassisch an. Man bewegt sich durch Level, löst kleine Rätsel und kämpft gegen Gegner während man nach und nach neue Fähigkeiten bekommt. Das Ganze wirkt angenehm kompakt und fokussiert ohne unnötigen Ballast.

Gerade Retro Fans werden hier schnell merken dass Ratcheteer sehr bewusst auf dieses Gefühl von alten Cartridge Spielen abzielt. Kurze Level, direkte Steuerung und ein Spieltempo das sich eher an der Arcade Tradition orientiert als an modernen Open World Strukturen.

Ein weiteres Highlight ist der Sound. Wer ein Faible für klassische MIDI Sounds hat wird hier ziemlich glücklich. Der Soundtrack passt perfekt zur Retro Präsentation und fühlt sich an wie eine Mischung aus alten PC Spielen und klassischen 16 Bit Konsolen Tracks.

Natürlich ist Ratcheteer DX kein riesiges Spiel mit dutzenden Stunden Inhalt. Es ist eher ein kleines, sehr fokussiertes Retro Projekt das genau weiß was es sein möchte. Und genau deshalb funktioniert es so gut.

Ratcheteer DX fühlt sich wie ein verlorenes 16-Bit Modul an
Retro-Liebhaber Favorit
Ratcheteer DX ist eine schöne zweite Chance für ein Spiel das ursprünglich nur auf dem Playdate existierte. Mit der neuen Farbpalette und der klassischen 16 Bit Präsentation fühlt sich das Spiel wie eine verlorene Cartridge aus den 90ern an. Wer Retro Spiele liebt, bekommt hier ein kleines aber sehr charmantes Action Adventure das vor allem durch Stil und Atmosphäre punktet.
Pro
Starker 16 Bit Look
Sehr charmante Retro Atmosphäre
MIDI Soundtrack passt perfekt
Kontra
Relativ kurzer Umfang
Gameplay bleibt bewusst simpel
Nicht jeder wird mit der Retro Struktur warm
6
Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.