
Manche Spiele haben eine etwas ungewöhnliche Geschichte. Ratcheteer gehört definitiv dazu. Ursprünglich erschien das Spiel vor einigen Jahren auf dem Playdate, dieser kleinen gelben Handheld-Konsole mit der Kurbel an der Seite. Dort war die Kurbel tatsächlich Teil des Gameplays und wurde benutzt, um Mechaniken im Spiel zu steuern.
Mit Ratcheteer DX kommt das Spiel jetzt auf andere Plattformen und bringt dabei gleich ein paar wichtige Änderungen mit. Das offensichtlichste Upgrade ist die neue farbige Präsentation. Während die Playdate Version noch komplett monochrom war, bekommt man hier eine deutlich lebendigere Optik.

Trotzdem bleibt Ratcheteer im Kern ein sehr klassisches Spiel. Wer mit 16 Bit Spielen aufgewachsen ist, wird sich sofort zuhause fühlen. Die Grafik erinnert stark an alte Action Adventures aus der Mega Drive oder Super Nintendo Zeit. Klare Pixel, gut erkennbare Animationen und eine Präsentation die bewusst retro bleiben will.
Auch das Gameplay fühlt sich entsprechend klassisch an. Man bewegt sich durch Level, löst kleine Rätsel und kämpft gegen Gegner während man nach und nach neue Fähigkeiten bekommt. Das Ganze wirkt angenehm kompakt und fokussiert ohne unnötigen Ballast.
Gerade Retro Fans werden hier schnell merken dass Ratcheteer sehr bewusst auf dieses Gefühl von alten Cartridge Spielen abzielt. Kurze Level, direkte Steuerung und ein Spieltempo das sich eher an der Arcade Tradition orientiert als an modernen Open World Strukturen.

Ein weiteres Highlight ist der Sound. Wer ein Faible für klassische MIDI Sounds hat wird hier ziemlich glücklich. Der Soundtrack passt perfekt zur Retro Präsentation und fühlt sich an wie eine Mischung aus alten PC Spielen und klassischen 16 Bit Konsolen Tracks.
Natürlich ist Ratcheteer DX kein riesiges Spiel mit dutzenden Stunden Inhalt. Es ist eher ein kleines, sehr fokussiertes Retro Projekt das genau weiß was es sein möchte. Und genau deshalb funktioniert es so gut.



