Red Dead Redemption – ein zeitloser Klassiker

Dass Videospiele kleine Kunstwerke für sich sind, kann heutzutage keiner mehr bestreiten. Es steckt unglaublich viel Aufwand, Arbeit und Zeit darin, eine anspruchsvolle virtuelle Welt zu erschaffen. Zudem sind die Spieler, die diese Spiele kaufen, die größten Kritiker, die es zufriedenzustellen heißt.


Das erste Spiel dieser Reihe ist das 2004 veröffentlichte Spiel Red Dead Revolver für die Playstation 2 und die Xbox. Der Vorgänger der beiden bekannteren Spiele spielt um 1880, der Blütezeit der Cowboys. Es erhielt mittelmäßige bis gute Kritiken, obwohl die Spielweise aus der Sicht der dritten Person technisch noch recht eingeschränkt war. Der Nachfolger dieses Spieles, Red Dead Redemption, kam am 03.05.2010 für Xbox und Playstation 3 auf den Markt. Das aktuellste aus dieser Reihe, Red Dead Redemption 2, kam im Oktober 2018 für die Xbox One und die Playstation 4 auf den Markt. Diese drei Spiele wurden von Rockstar Games gemacht und spielen im amerikanischen Wilden Westen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich hierbei um drei Open-World Spiele, die neben einer Hauptmission auch zahlreiche Nebenmissionen zum Spielen zur Verfügung stellen.

Das allererste Spiel dieser Reihe beschäftigt sich mit dem Protagonisten Red Harlow, der von einer Zukunft als Cowboy träumt. Aufgrund eines von seinem Vater geschenkten Revolvers wird seine Familie umgebracht und nun hat er es sich zum Ziel gemacht, seine Eltern zu rächen. Er wird zum Kopfgeldjäger und Revolverhelden, der seine Eltern am Ende rächen kann. Der Nachfolger des ersten Spieles spielt im Jahre 1911 und handelt von John Marston, der als ehemaliger Gesetzloser ein vernünftiges Leben aufgebaut hat, bis seine Frau und sein Sohn entführt werden. Zur Befreiung seiner Familie soll er den Rest seiner früheren Bande finden und töten. Als Werkzeug der Regierung benutzt, wechselt er schließlich die Seite und kann seine Familie befreien. Zum Schluss wird er von Beamten erschossen und der Spieler übernimmt die Rolle von seinem Sohn Jack. Die neueste Erscheinung erzählt die Geschichte von Arthur Morgan, der zusammen mit John Marston im Jahre 1899 vor dessen ruhigen Leben als Farmer als Gesetzloser gelebt hat. Dieses Prequel erzählt von den Machenschaften der Bande und dem Ende von Arthur Morgan.


Es gibt sehr viele Videospiele, die laut Spieler ein eher enttäuschendes Ende haben. Zum Beispiel hatte Final Fantasy, eines der besten Spiele der Geschichte, nicht das aufregende Ende, das sich viele Fans erhofft hatten. In Red Dead Redemption 2 erkrankt der Hauptcharakter an Tuberkulose und so ist ein zeitliches Ende der Figur absehbar. Was am Anfang für Enttäuschung sorgen könnte, da die Hauptfigur zunehmen schwächer wird, bedeutet nicht, dass ihm ein heldenhafter Tod vorenthalten bleibt. Dieses kleine Detail kam als erfrischende Wendung, denn wann erkrankt die wichtigste Person in einem Videospiel schon an einer heute heilbaren doch damals fatalen Krankheit?


Mit Neuerungen geizten die Entwickler des Spieles nicht. Kaum ein Videospiel hat eine so detaillierte und fein ausgearbeitete Grafik wie RDR2. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dessen Erscheinungsdatum 8 Jahre auseinanderliegt, hat sich die Grafik um ein tausendfaches verbessert. Dies sieht man an Bespielen, wie den feinen Details der Pferde, dem Wasser, an den Gleisen, die nun in den Boden integriert sind und nicht nur wie davor auf einer braunen Masse liegen oder an Mond und Sonne, die realistischer aussehen und realistische Schatten werfen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit sich ein Spiel entwickeln kann, wenn den Herstellern genügend Zeit gegeben wird. Kaum ein anderes Open-World Spiel ist so lebensecht entwickelt worden, wie das neuste Spiel dieser Reihe. Die Story und Spielmöglichkeiten sind äußerst genau ausgearbeitet und bauen nicht unbedingt aufeinander auf, sodass Neulinge diese Reihe ohne Bedenken durcheinander spielen können. Selbst jemand der mit RDR angefangen hat und 8 Jahre später RDR2 spielt, kann im Anhang RDR gleich noch einmal durchspielen, was dieser Reihe ihren zeitlosen Charakter verleiht.


Für jeden, der ein Fan vom Wilden Westen und Open-World-Spielen ist, ist diese Reihe dringend zu empfehlen.

Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

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