
Häufig gilt Tee, vor allem in Deutschland, als etwas, das nur getrunken wird, wenn man krank im Bett liegt. Allerdings verändert sich diese Einstellung zunehmend. So scheint es doch sinnvoll sich einmal mit einigen Teesorten zu beschäftigen, die als ein guter Tee Einstieg gelten. Im Folgenden wird mit drei Parametern bewertet: Verfügbarkeit, Komplexität des Geschmacks und Preis. Wir werden dafür einige der bisher bereits besprochenen Tees des Tee des Monats einbeziehen.
Einen großen Teil der Tees, wenn man sich erstmal einen Überblick verschafft hat, oder einfach sehr experimentierfreudig und neugierig ist, kann man im Internet kaufen und die dortigen Empfehlungen einfach kosten mit kleinen Mengen.
Schwarz – Weiß – Grün – Oolong
Schwarztee
Schwarztee ist in Deutschland eines der meistkonsumierten Teesorten. Umso verwunderlicher scheint einem dann jedoch, dass sich Schwarzer Tee häufig mit Earl-Grey gleichgesetzt wird. Dass die Welt der Schwarztees allerdings eine riesige Vielfalt bereithält, bleibt den meisten verborgen.
Einige der größten Produzenten für Schwarztee sind China und Indien. Besonders kräftige Tees wie „Keemun“ aus China oder „Assam“ aus Indien sind sicherlich schon einmal als Begriff irgendwo untergekommen. Die meisten Schwarztee-Mischungen enthalten ihrerseits Assamtee. Einige für Einsteiger meist sehr leicht zu genießende Tees sind jene aus der indischen Region Darjeeling, die für einen häufig blumigen Geschmack bekannt sind. Nebst dieser bekannten Regionen, die man fast immer in den Teeläden in der Nachbarschaft findet, lassen sich natürlich auch andere Länder hervorheben. Japan startet grad in die Welt des Schwarztees, ebenso ist Afrika als eins der meistproduzierenden Länder für Teebeutel, also auch Schwarz- und Grüntee.
| Keemun | Assam | Darjeeling | |
| Verfügbarkeit | ★★★ | ★★★★ | ★★★★★ |
| Komplexität des Geschmacks | ★★★★ | ★★★ | ★★★★★ |
| Preis | ★★ | ★★ | ★★ |
Weißer Tee
Weißer Tee ist grundlegend etwas teurer und aber auch lieblicher, vielfältiger und den Gaumen schmeichelnder als so mancher anderer Tee. Nicht ohne Grund war diese Teesorte lange den Kaisern und Fürsten überlassen. Es bedarf die höchste Qualität der Ernte, welche meist nur die Spitzen junger Triebe beinhaltet und somit eine geringere Quantität erreicht werden kann.
Der Pai Mu Tan oder auch häufig Bai Mu Dan genannte Tee ist lose oder gepresst verfügbar. In der Regel ist dieser allerdings als loser Tee in den Läden zu finden. Die Silver Needle und Silver Pearl gehören zu den hochpreisigen Tees, da sie ausschließlich die Spitzentriebe in feinster Auslese beinhalten. Der White Downey hingegen ist ein gut gelungener Alltagstee, dessen Geschmacksnuancen nicht ganz so fein und ausgewogen sind wie die vorig genannten.
| Pai Mu Tan | Silver Needle/Pearl | White Downy | |
| Verfügbarkeit | ★★★★★ | ★★★ | ★★★★ |
| Komplexität des Geschmacks | ★★★★ | ★★★★★ | ★★★ |
| Preis | ★★ | ★★★★★ | ★★ |
Grüner Tee
Auch im Bereich des grünen Tees liegt China weit vorn, schlichtweg der Produktionsmengen wegen. Japan ist wegen seiner besonders feinen grünen Tees bekannt, ebenso wie Matcha.
Doch auch Korea, Kenia, einige Teile Europas und Südostasiens wie Vietnam und Thailand sind mit Grünem Tee auf dem Weltmarkt verfügbar. Es lohnt sich in jedem Fall dort reinzutesten. Die Tees mit der größten Verfügbarkeit sind jedoch „Gunpowder“ aus China, „Sencha“ aus Japan und „Jasmin“ aus verschienden Regionen, meist aber China.
Es lassen sich gerade beim grünen Tee jedoch erhebliche Unterschiede in den Tees erschmecken. So wäre es mehr als oberflächlich zu behaupten, dass man „Sencha“ kenne, wenn man einmal einen aus dem Tante-Emma-Teeladen im Altstadt-Zentrum gekostet habe. Hochwertige Senchas können sehr teuer sein und sind in keinster Weise vergleichbar mit verhältnismäßig biligen Alltagstees der gewönlichen Teeläden.
| Gunpowder | Sencha | Jasmin | |
| Verfügbarkeit | ★★★★★ | ★★★★★ | ★★★★★ |
| Komplexität des Geschmacks | ★★★ | ★★★ | ★★★★ |
| Preis | ★★★ | ★★★★ | ★★★ |
Oolong
Oolong Tees sind ihrer Herstellung wegen schon etwas hochpreisiger. Sie gehören zu den in der Produktion aufwendigsten Teesorten. Die wichtigsten Regionen hierfür sind natürlich auch China, Taiwan und teilen Südostasiens. Leider haben wenige Teeläden mehr in der Auswahl als eine handvoll Oolong. Es sei dann man stolpert in einen spezialisierten Teeladen, der die Komplexität und die Reichhaltigkeit dieses überaus schätzenswerten Tee auch versteht.
So lässt sich an dieser Stelle wenig über die allgemeine Verfügbarkeit sagen und ich gebe einige meiner persönlichen Empfehlungen ab.
| Laocong Mi Lan Xiang Dancong | Milky Oolong | Ti Kuan Yin Special Grade | |
| Verfügbarkeit | ★ | ★★★ | ★ |
| Komplexität des Geschmacks | ★★★★★ | ★★ | ★★★★★ |
| Preis | ★★★★ | ★★ | ★★★★★ |
Grundlegend lässt sich zusammenfassen, dass sich gerade beim Genuss von Tee etwas einstellt, was als gelassene Neugierde beschrieben werden könnte. Hat man erstmal die richtige Zubereitung erlernt, um dem vorliegenden Tee auch das volle Vermögen an Geschmack zu entlocken, so lösen sich häufig beretis Vorurteile zum Teetrinken. Es ist eben doch mehr als ein Mittel, um die Erkältung zu lindern. Tee ist seit Jahrhunderten eines der meistgetrunkenen Getränke des Planeten, egal ob Kräutertee oder hochwertige, über Jahrzehnte kultivierte Pflanzen, die dann zu Premium-Grade-Tee umgewandelt werden und mehrere hunderte Euro (bis Tausend) pro Kilo kosten können.
Ich für meinen Teil bin sehr dankbar diese Welt eröffnet bekommen zu haben und freue mich immer, wenn sich mehr Menschen dafür faszinieren können und sich begesitern lassen.
Lasst gern ein Kommentar dort, welchen Tee du einem Einsteiger empfehlen würdest oder welche deine Lieblingsteesorte ist.
Wohl bekomm’s





Weißen Tee wollte ich ja schon immer mal probieren. Werde mal nach White Downy Ausschau halten.
Ich find es lohnt sich. Auch Silver Needle bspw. ist den Preis wert!