Steam Machine im Eigenbau – Aufbau einer DIY Konsole

5. Mai 2026
2 Minuten Lesezeit

Steam Machine - DIY-Eigenbau

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Die Vorbereitung ist fertig. Alle Komponenten sind angekommen. Der Aufbau kann beginnen. Zwar hatte ich große Lust, wieder ein Computer-System aufzubauen, doch war ich zum Ende ein wenig genervt. Die mATX Größe ist wirklich fisselig und das LIAN LI A3 ist zwar nun gewollt klein, aber genau das ist echt nervig.

Die Dokumentation vom Hersteller ist aber sensationell und hilfreich. Mein Set-up war für 6 x Lüfter ausgelegt. Die kalte Luft von unten anziehen und gleichzeitig die warme Luft nach oben heraus pusten. Also ohne großen Schnickschnack: Auf zum Aufbau!

Den RAM-Riegel ausgepackt und ganz selbst sicher in den falschen Slot gesteckt. Stellt sich dann in ein paar Stunden heraus, dass der primäre Slot +1 von links ist und nicht der wie oben auf dem Bild zu sehen ist. Schlimmer wurde mittlerweile das Kabelmanagement für die Lüfter und die der Gehäuse Bedienung.

Komplette Transparanz: Bei den insgesamt 6 x Lüftern fehlte mir ein Splitter Kabel um jeweils drei Lüfter auf einen FAN Pin zu connecten. Amazon Overnight Lieferung löste das Problem und weiter ging es also am nächsten Tag.

Der be quiet! Pure Rock Slim 2 ist echt super unkompliziert aufgebaut. Dank vorinstallierter Wärmeleitpaste einfach auspacken, auf die CPU setzen und fix am Motherboard befestigen. Danach noch den Lüfter drauf und alles verkabeln, fertig. Das LIAN LI A3 Gehäuse hat praktischerweise auch direkt Kabelbinder und genug Schrauben für alle Einbausituationen mitgeliefert.

Die M.2-SSD habe ich aus einem alten Gehäuse ausgebaut und direkt auf dem Motherboard eingesetzt. Die untere Reihe der Lüfter hat mir bei der Gehäuseverkabelung etwas Probleme bereitet. Fast hätte ich sie wieder ausbauen müssen, um weiterzumachen, aber am Ende hat es doch geklappt. Für die Sapphire Pulse Radeon RX 9060 XT ist am PCIe-Slot ebenfalls genug Platz.

Ein Vorteil der RX 9060 XT ist, dass der 8-Pin-Anschluss tiefer sitzt und seitlich an der Karte angebracht ist statt am Ende. Dadurch gab es keine Engpässe mit dem nach unten geführten Kabel des Netzteils. Das mATX-Motherboard wirkt im LIAN LI A3 Gehäuse zwar recht klein, macht aber einen guten Job, besonders in einem Setup, das nur mit einer direkt auf dem Board montierten M.2-SSD arbeitet.

Wirklich geärgert habe ich mich über das Netzteil von ASRock. Das PRO 650G war mit unter 50 Dollar zwar ein echter Schnapper, aber für etwa 15 Dollar mehr hätte ich auch ein vollmodulares Netzteil, das SL-650G, bekommen. So musste ich alle SATA-Power-Kabel bündeln und irgendwie verstauen.

Das ist der richtige RAM-Slot! Wie gesagt, ich baue nur alle Jubeljahre mal einen Computer zusammen, und mir war nicht bewusst, dass ein einzelner RAM-Riegel nur in einem bestimmten Slot laufen kann. Als ich das System das erste Mal einschalten wollte, zeigte mir das Motherboard zwei dauerhaft leuchtende LEDs an, was auf eine fehlerhafte RAM-Konfiguration hindeutet.

Der DIY Steam Machine Build ist nun fertig! Alle Verkleidungen sitzen wieder am Gehäuse. Der geringe Abstand zwischen Gehäuse und Boden hat mir allerdings überhaupt nicht gefallen. Also habe ich kurzerhand bei Makerworld geschaut, ob jemand ähnliche Gedanken hatte, und direkt ein passendes 3D-Modell gefunden. Die Case-Füße von User NEET waren schnell gedruckt und sorgen jetzt dafür, dass das Gehäuse hoch genug steht, damit ausreichend Luft zirkulieren kann.

Parallel starte ich den Download des Bazzite-ISOs, um es bootfähig auf einen USB-Stick zu bringen. Das mache ich mit Rufus, am besten in der portablen Version. Dazu dann mehr im nächsten Beitrag.

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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