Steam Machine - DIY-Eigenbau

Die Steam Machine von Valve ist nach aktueller Berichterstattung auf unbestimmte Zeit in dieses eigenartige Jahr 2026 geschoben. RAMargeddon ist der Grund und basiert auf der Tatsache, das viele AI-Firmen auf immense Ressourcen der Komponenten Hersteller zurückgreifen. Einige Hersteller von Arbeitsspeicher haben mittlerweile ihren Konsumerbereich geschlossen und Speicherhersteller wie Western Digital mussten verlauten lassen, dass mittlerweile ihr Jahreskontingent bereits aufgebraucht wurde.

Es ist aktuell eigentlich keine gute Zeit, um überhaupt ein Gaming-PC zu kaufen, bauen oder aufzurüsten. Doch mein lokaler PC-Händler Microcenter hatte ein echt gutes Kombo-Angebot für CPU, Motherboard und RAM. Dem bin ich einfach gefolgt und da ich das Prinzip der Steam Machine sehr begrüße, ich aber modular bleiben möchte, habe ich mir ein eigenes DIY-System zusammengestellt und meine eigene Steam Machine gebaut.
mATX basierendes System ist die Basis
Der größte Sinn, jetzt ein eigenes Linux basierendes Gaming-System zu bauen, ist die Lage der Software. Mit SteamOS und dem Kombatibilitäts-Layer Proton hat Entwickler Valve eigentlich alles geliefert, was wir brauchen. Die gekaufte Steam Machine ist quasi nur ein fertiges geschlossenes Plug and Play System. Ich möchte aber stets jederzeit mein System upgraden oder verbessern können.

Alles muss mit AMD laufen!
Eine Steam Machine nachzubauen heißt in erster Linie sich an die Vorgaben der original Idee zu orintieren. Hierfür musste ich meine Liste an Komponenten erstellen, die sich ausschließlich AMD CPU und Grafikkarte halten. Stellte sich zudem später heraus, das mein Wunsch OS auch dieser Grundidee treu bleibt und AMD Chips bevorzugt.
Zusätzlich wollte ich in einem ähnlichen Benchmark Bereich der Valve Steam Machine bleiben. Kein 4K Gaming aber 1080p oder 1440p auf höchsten Settings mit 120 FPS sollen erreicht werden. Ich habe mir für meinen Steam Machine Eigenbau nach einigen Tagen der Recherche eine Liste zusammengestellt, die sich erstaunlich nah an der angekündigten Steam Machine orientiert:
- AMD Ryzen 5 7500X3D
- ASRock PRO B850M-VC WiFi
- G.Skill 16 GB DDR5-6000 CL36
- Sapphire Pulse Radeon RX 9060 XT 16 GB
- be quiet! Pure Rock Slim 2
- ASRock PRO 650G 650-W-Netzteil
- Lian Li A3-mATX Gehäuse
- 2 x DARKROCK 3er-Pack 120-mm-Lüfter
Die Original-Steam-Machine soll laut angekündigten Informationen auf eine 6C/12T-Zen-4-CPU mit bis zu 4,8 GHz, eine RDNA-3-GPU mit 28 CUs bei 2,45 GHz, 16 GB DDR5-Systemspeicher und 8 GB GDDR6-VRAM setzen.
Direkter Vergleich
| Bereich | Steam Machine | Mein Eigenbau | Einordnung |
|---|---|---|---|
| CPU | AMD Zen 4, 6C/12T, bis 4,8 GHz | AMD Ryzen 5 7500X3D, 6C/12T | Mein System dürfte bei Spiele-Lasten klar stärker sein, vor allem dank 3D V-Cache. In reiner CPU-Leistung hat der 7500X3D als Desktop-Chip mehr Spielraum. |
| GPU | RDNA 3, 28 CUs, 2,45 GHz, 8 GB GDDR6 VRAM | Radeon RX 9060 XT 16 GB | Hier hat mein Build den größten Vorteil: doppelt so viel VRAM und eine moderne Mainstream-Karte mit deutlich mehr Reserven für 1080p und 1440p. |
| RAM | 16 GB DDR5 + 8 GB GDDR6 VRAM | 16 GB DDR5-6000 | Beim Systemspeicher ist es praktisch gleich, aber meine Plattform hat die separate 16-GB-GPU-Speicherseite als großen Vorteil. |
| Mainboard/Konnektivität | Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, HDMI 2.0, DisplayPort 1.4 | ASRock PRO B850M-VC WiFi6E | Das Mainboard passt gut zum Konzept und bringt moderne Plattformfeatures für einen klassischen PC-Build. |
| Speicher | 512 GB oder 2 TB SSD | Hier benutze ich eine ältere 2 TB SSD die ich noch in einem externen Gehäuse hatte |
Benchmark-Einordnung
Der Ryzen 5 7500X3D zeigt in aktuellen Benchmarks eine sehr starke Gaming-Leistung und liegt in vielen Spielen deutlich über älteren 6-Kern-CPUs. Das gilt besonders für Titel, die vom großen Cache profitieren und hohe Bildraten liefern sollen.
Bei der Grafikkarte ist der Abstand noch klarer: Die RX 9060 XT 16 GB ist als starke Mittelklasse-Karte einzustufen, die besonders in 1080p und 1440p überzeugt. 16 GB VRAM sind dabei ein spürbarer Vorteil gegenüber knapper bestückten Lösungen.
Was die Steam Machine kosten könnte
Valve hat bisher keine offizielle Endkundenpreisangabe veröffentlicht, deshalb bleibt nur eine Schätzung auf Basis von Marktberichten und Preisgerüchten. Je nach Quelle wird derzeit ein Korridor von etwa 700 bis 1.000 USD für wahrscheinlich gehalten, wobei die 2-TB-Version am oberen Ende liegen dürfte.

Das ist noch keine offizielle Bestätigung, passt aber zu den Berichten über gestiegene Komponentenpreise und die Verzögerung der Markteinführung.
Mein Eigenbau ist kein 1:1-Klon der Steam Machine, sondern eher eine deutlich stärkere Desktop-Interpretation ihres Konzepts. Vor allem GPU-seitig und bei der flexiblen Kühlung dürfte mein System mehr Leistungsreserve haben, während Valves Gerät vermutlich stärker auf Effizienz, Kompaktheit und ein konsolenähnliches Gesamtpaket optimiert ist.
Rein finanziell liege ich mit 1.046,62 USD bereits in einem Bereich, der oberhalb vieler Preisgerüchte für die kleine Steam Machine liegt und nah an manchen Schätzungen für die größere 2-TB-Version heranreicht. Da ich aber viele Teile als B-Ware gekauft habe ist die Erparnis noch um weitere 200 USD zu berücksichtigen. Nun folgt die Installation und die Inbetriebnahme aber das kommt im nächsten Beitrag.




