Strange Academy Band 1 – Schule der Magie

Du mochtest den Coming-of-Age Alltag der Schüler aus Hogwarts und fandest gleichzeitig die Wesen und die Größe des Universums des MCU Films „Dr. Strange“ auch sehr cool? Dann ist der dieses Jahr bei Panini erschienene erste Band der magischen Akademie „Strange Academy“ vielleicht genau das richtige. Eine gelungene und sehr unterhaltsame Mischung, die viele neue jugendliche Figuren mit magischem Talent in die Schule schickt. Der Zeichner und Autor Skottie Young (X-Men, Der Zauberer von Oz, Deadpool) schrieb diesen Comic und Humberto Ramos (Spider-Man, Wolverine) zeichnete in seinem unverkennbaren Stil eine fantastische Welt.

Die Handlung

Emily Bright wächst in Kansas als ganz „normales“ Mädchen auf. Allerdings wird schnell klar, dass sie magische Fähigkeiten besitzt. Spätestens an dem Tag, als ihr Hund überfahren wird und sie diesen Wiederbelebt wird klar, dass sie ihre Kräfte kontrollieren und weitergehend kennen lernen muss.

Copyright: Panini

Sie wird zur Strange Academy nach New Orleans berufen. New Orleans wegen seines extrovertierten Lebensstils und den seit jeher okkulten Traditionen der Stadt. Dort lernt sie Feen, Menschen, Asen (Kinder Asgards; dem Reich aus dem Thor stammt), den Sohn Dormammus, Frostriesen, Untote und noch vieles mehr kennen. Es ist das erste Jahr dieser Schule und das Team der Lehrer ist auch noch uneingespielt. Schnell wird klar, dass nicht alles so einfach ist, wie es scheint und eine Bedrohung von Außerhalb bringt die friedliche Atmosphäre aus dem Gleichgewicht.

Es erwarten einen einige überraschende Wendungen, Kreaturen sonderlichster Art und viel Teenagergeplänkel im besten High-School Coming-of-Age Tonfall. Zwischen den Kapiteln finden sich manchmal Rezepte, die unter ein wenig „Übersetzungsaufwand“ in irdische Zutaten, sicherlich leckere Gerichte ergeben. Sollten einmal keine Rezepte am Ende eines Kapitels warten, so wird man über das Kursangebot der Schule sowie andere Formalitäten belehrt. Ein kleines charmantes Detail, das den Gesamteindruck dieser ersten Ausgabe positiv anhebt.

Der Stil

Humberto Ramos hat eine detailreiche, atmosphärische und zeichentechnisch anspruchsvolle Welt erschaffen. Bereits das Cover lässt einen stilistischen Einblick zu und genau das hält das gesamte Paperback. Komplexe Farbpaletten treffen auf einen von Schraffuren geprägten Stil. Die Hintergründe sind fast immer sehr liebevoll gezeichnet und penibel detailliert. Die sicherlich ausschließlich digital gezeichneten Panels zeigen manches mal einen an Aquarelltechniken erinnernden Stil. Auch die Panelstrukturierung ist frisch, dynamisch und wird von gut platzierten Sprechblasen zu einem fließenden Leseerlebnis.

Fazit

Der erste Band der „Strange Academy“ macht Lust auf mehr, unterhält seicht, überfordert nicht was das Comic-Vorwissen angeht und eröffnet mit diesem gut gelungenen Cross-Over eine spannende andere Welt. Die Geschichte bietet an sich keine großen Tiefen, ist nicht weniger oder mehr, als seichte Unterhaltung, aber muss es auch nicht. Es funktioniert super und macht Spaß. Das Team Young und Ramos verleihen dieser Geschichte den nötigen Charme und lassen mit ihren bereits gelegten Pfährten genügende offene Fragen für eine gelungene Fortsetzung.

Lars Hünerfürst

Minimalistisch und musikalischer Comic Enthusiast - lief zu Fuß von Berlin nach Paris

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