Sword of the Sea im Test: Meditative Surf-Atmosphäre trifft bekannte Journey-Formel

17. September 2025
1 Minute Lesezeit

Sword of the Sea stammt vom Team Giant Squid die auch hinter Abzû und teils auch bei Journey mit entwickelten und bietet eine atmosphärische, minimalistische Spielerfahrung, die zwischen spiritueller Meditation und klassischem Gameplay schwankt. Der Soundtrack von Austin Wintory trägt maßgeblich zur Stimmung bei – auch wenn einige Fans und ich kritisieren, dass viel recycelt wurde und das musikalische Erlebnis wenig Überraschungen bietet.

Das Gameplay ist geprägt von schnellen Bewegungen auf einem Hoversword, dem Sammeln von Gegenständen und dem Wiederherstellen des Wassers in einer trockenen Welt. Die sieben Kapitel reichen von linearen bis zu semi-offenen Levelstrukturen; Herausforderung und Rätsel bleiben eher seicht, was für einen entspannten Durchlauf sorgt. Minispiele, sammelbare Items und zusätzliche Fähigkeiten sorgen für Komplexität – sind aber optional und das Spiel bleibt casual, ideal für Spieler, die keine tiefgründige Mechanik suchen.

Technisch bietet Sword of the Sea bis dato keinen Support für Steam Deck oder GeForce Now und ist auf PC teilweise unzureichend optimiert – was sich in Nutzerbewertungen widerspiegelt. Die Spielzeit beläuft sich auf etwa drei Stunden für einen Durchgang, bei einem Verkaufspreis von rund 30 Euro, was von vielen als zu teuer empfunden wird.

Wichtige Kritikpunkte sind starke Ähnlichkeiten und direkte Kopien aus Journey, Abzû und The Pathless: Wiederverwendete Kameraeinstellungen, Levelstrukturen und visuelle Motive lassen das Spiel weniger originell erscheinen und führen dazu, dass die Experience zwar schön, aber wenig erinnerungswürdig bleibt.

Sword of the Sea für Steam
Hätte besser werden können
Sword of the Sea bietet eine wunderschöne, kurze Reise mit eindrucksvoller Atmosphäre, leidet aber unter mangelnder Innovation und schwacher narrativer Tiefe. Der Kauf lohnt sich besonders im Sale.
Pro
Beeindruckende visuelle Gestaltung und Art Direction
Atmosphärischer Soundtrack von Austin Wintory
Flüssiges, meditatives Bewegungsgefühl auf dem Surf-Schwert
Kontra
Wenig neues Gameplay, starke Wiederholung altbekannter Elemente
Sehr kurze Spielzeit (rund 3–5 Stunden) bei hohem Preis
Keine Steam Deck und GeForce Now Unterstützung
6
Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.