Tee des Monats – Japan Sencha Extra Fine

3. Mai 2023
1 Min. Lesezeit
Tee des Monats - Japan Sencha Extra Fine

Es ist wieder mal soweit. Ein weiterer japanischer Grüntee hat den Weg in meine Kyusu-Kanne gefunden und ist zu Recht der Tee des Monats geworden. Der biologisch angebaute japanische „Sencha Extra Fine“ aus dem Hause TeeGschwendner, von denen ich diese Proben erhalten durfte, kann auf aller Linie überzeugen. Was diesen Sencha so besonders und anders macht, klären wir nun.

Das grüne Gold der japanischen Inseln

Japans Teeproduktion ist in den letzten Jahren auch auf Grund der steigenden Nachfrage gestiegen. Dass daraus eine gewisse erfinderische Not entstand, kann man schon bei der Erfindung des Hojicha ersehen. Nichts desto trotz lag die jährliche Erntemenge von Tee in Japan bei knapp 70 Tonnen. Im Vergleich dazu lieferte China im selben Jahr eine stolze Menge von knapp 3000 Tonnen.

So ergibt sich daraus, dass viele der Teesorten in Japan einen schon sehr exklusiven Charakter gewinnen. Umso mehr natürlich, wenn der Produktionsaufwand steigt. Das bedeutet konkret Schattierung der Tees wie beispielsweise beim Shincha und Gyokuro oder eben der Herstellung von Matcha-Pulver. Diese vielteiligen Prozesse an der Arbeit eines so feinen und sensiblen Produkts macht es umso erhabener. Jede Tasse Tee hat einen langen Weg hinter sich gebracht und viele hunderte Stunden Arbeit benötigt, also würdige den Tee.

Woher kommt der Tee?

Geschmacksexplosion

Dieser grüne Tee ist einfach eine Wucht auf der Zunge. Das für japanische Senchas übliche Heu beziehungsweise grasige Aroma ist überaus deutlich vertreten. Hinzukommt eine Fülle und Vollmundigkeit, ja nennen wir es Umami, die es in sich hat. Die Aromen beim Ausgiessen des fein geschnittenen Tees aus der Kyusu sind frisch, blumig, grasig und locken mit einer Nuance Zedernholz. Beim Trinken nimmt der volle Geschmack jeden Raum ein und hinterlässt dennoch eine spannende fruchtige Note. Anfänglich noch etwas stärker und im Verlauf der 4 bis 5 Aufgüsse, die dieser Tee verträgt, verändert sich das fruchtige Aroma. Die erste Assoziation lag bei schwarzer Johannisbeere, die sich als durchdringendes Element präsent macht. Bei weiteren Aufgüssen und fortgeschrittener Anzahl wandelt es sich zu Maracuja. Wie man sieht also sehr spannend.

Um diese Ergebnisse zu erzielen, sollte man dringlichst auf gefiltertes Wasser achten, das höchstens 70° Celsius hat. Die Ziehzeit kann variieren, da der erste Aufguss etwas mehr Zeit zum vollständigen befeuchten der Blätter benötigt. Alle folgenden Infusionen sind daher nur wenige Sekunden lang. So gelingt es dem Tee alles abzuverlangen und möglichst viel davon zu genießen. Sollte die Ziehzeit zu lang sein, kippt der Geschmack sehr schnell und es kann bitter werden. Das Gefäß dafür ist recht irrelevant, wenn auch Puristen behaupten mögen, dass nur in einer Kyusu ein echter japanischer Tee seine volle Wirkung erhält. Dieses strahlend gelb-grüne Erlebnis eines Sencha sollte man sich nicht entgehen lassen.

Wohl bekomm’s

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Über den Autor

Lars Hünerfürst

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