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Tee des Monats – Silver Pearl

Foto by Lars Hünerfürst

Weißer Tee ist immer noch einer der edelsten Tees dieser Welt. Die Handarbeit, der vorsichtige Umgang mit den Teeblättern und die feinen Noten des Geschmacks machen diesen Tee so besonders. Schon die chinesischen Eliten gaben diesem Tee eine ganz spezielle Bedeutung. Daher blieben weiße Tees lang der wohlhabenden Schicht vorbehalten.

Was ist weißer Tee?

Der Name weißer Tee lässt sich daher ableiten, dass der weiße Flaum der den Teeblättern eigen ist, erhalten bleibt. Dies ist nur möglich wenn besonders schonend mit der Ernte umgegangen wird. Eine vorsichtige und das Teeblatt schonende Herstellung bewahrt zudem einen Großteil der Inhaltsstoffe des Tees. So ist weißer Tee auch heute noch, wegen seines hohen Gehalts an Polyphenolen (weitesgehend Antioxidantien), Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin.

Bei diesem Tee des Monats, dem chinesischen „Silver Pearl“, kann man noch einen weißen Schimmer auf den Kügelchen erkennen. Die dem Namen nach typische Perlenform macht die Dosierung dieses Tees ein wenig „schwerer“ als bei anderen Tees. Die bis zu knapp einem Zentimeter großen Kügelchen lassen sich mit einem Teelöffel oder Teelamaß nicht ganz so einfach in ihrer nötigen Menge abschätzen.

Dosierung, Geschmack und Gelegenheit

Allerdings ist eine zu große Menge des Tees anfänglich nicht all zu problematisch, da weißer Tee im allgemeinen als eher mild und weich gilt. Die tendenziell helle Tasse, die sich dadurch ergibt, die frischen Aromen und ein mäßiger Koffeingehalt bilden einen idealen Begleiter für die Abendstunden am Arbeitstisch oder gemütliche Minuten auf dem Sessel, mit Comic oder Manga im Anschlag.

Der „Silver Pearl“ ist jedoch dafür, dass er zu den weißen Tees gehört ein eher würziger Tee. Die Blätter öffnen sich während des Ziehvorgangs mit 80 Grad Celsius warmem Wasser zusehends. Einige brühen ihren weißen Tee, natürlich wegen des eben genannten Vorgangs, einfach in der Tasse, aus der sie trinken. Ich empfinde dies allerdings als störend, beim Trinken die Blätter immer wieder in die Tasse zu spucken. Außerdem zieht besonders dieser „Silver Pearl“ stark nach und wird dann nach seinen ungefähr 1,5-2 Minuten Ziehzeit doch bitter und so kräftig, dass die feineren Noten verschwinden. Dieser Tee eignet sich wegen seiner kräftigen Aromen auch gut für einen „Kaltbrüh“ Vorgang. Dazu jedoch demnächst mehr.

Wohl bekomm’s

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Lars Hünerfürst

Minimalistisch und musikalischer Comic Enthusiast - lief zu Fuß von Berlin nach Paris

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