Teeto – Familienfreundliches Koop-Spiel im Splitscreen

9. September 2026
2 Minuten Lesezeit

Bei Teeto war für mich relativ schnell klar, dass ich das Spiel nicht alleine spielen möchte. Also habe ich meinen 7-jährigen Sohn geschnappt, zwei Controller an die eigene Steam Machine angeschlossen und wir haben uns gemeinsam durch die komplette Welt von Teeto gespielt. Und genau dafür scheint dieses Spiel eigentlich gemacht zu sein.

Gemeinsam durch eine kunterbunte Welt

Teeto ist ein klassischer 3D-Plattformer, der sich sehr deutlich an den Spielen aus den 90ern und frühen 2000ern orientiert. Es gibt verschiedene Welten, jede Menge kleine Sammelobjekte und natürlich immer wieder neue Fähigkeiten, mit denen man die Umgebung erkunden kann. Teeto kann dabei unterschiedliche Elemente aufnehmen und sich entsprechend verwandeln. Das wird nicht nur für die Fortbewegung genutzt, sondern auch für kleinere Rätsel.

Das Ganze ist dabei ziemlich entspannt. Wer bei einem 3D-Plattformer sofort an schwierige Sprungpassagen und Frust denkt, kann bei Teeto eigentlich direkt wieder durchatmen. Die Gegner sind selten eine große Herausforderung und auch die Plattforming-Passagen bleiben meistens überschaubar. Für meinen Sohn war das genau richtig.

Er konnte selbstständig durch die Level laufen, Sachen ausprobieren und Sammelobjekte suchen. Wenn es dann doch einmal etwas komplizierter wurde, konnte ich eben kurz aushelfen. Genau diese Mischung hat bei uns erstaunlich gut funktioniert.

Couch-Co-op funktioniert hier richtig gut

Der vielleicht größte Pluspunkt von Teeto ist für mich aber ganz klar der lokale Koop-Modus. Das komplette Spiel lässt sich im Splitscreen zu zweit spielen.Und das ist nicht einfach nur irgendein zusätzlicher Modus, den man nachträglich eingebaut hat. Für uns war der Koop der eigentliche Grund, warum wir so viel Spaß mit dem Spiel hatten.

Mein Sohn konnte einfach loslaufen und die Welt erkunden, während ich parallel andere Bereiche abgesucht habe. Bei manchen Aufgaben konnten wir uns gegenseitig helfen, bei anderen war es einfach lustig, gleichzeitig durch die Gegend zu laufen.

Das Schöne daran: Wir mussten nicht permanent exakt das Gleiche machen.

Gerade bei einem Kind ist das ziemlich angenehm. Wenn ich in einem Abschnitt schon alles gesehen hatte, konnte mein Sohn trotzdem noch irgendwelche Ecken absuchen und Michaels finden.

Ein bisschen Sammelwahn gehört dazu

Teeto hat natürlich auch einen gewissen Collectathon-Anteil. In den Leveln gibt es verschiedene Sammelobjekte und die sogenannten Michaels. Diese kleinen Figuren sind teilweise ziemlich absurd und bringen zusätzlich ein bisschen Humor ins Spiel.

Überhaupt nimmt sich Teeto nicht besonders ernst. Die Welt ist bunt, die Figuren sind teilweise herrlich bekloppt und auch die Dialoge haben immer wieder kleine Momente, bei denen wir beide lachen mussten.

Das hat bei uns tatsächlich einen großen Unterschied gemacht. Für ein Spiel, das ich gemeinsam mit meinem Sohn spiele, brauche ich keine riesige dramatische Geschichte. Ich möchte, dass wir Spaß haben und dass mein Kind selbst etwas entdecken kann. Genau das schafft Teeto ziemlich gut.

Nicht alles ist perfekt

Natürlich merkt man auch, dass Teeto kein riesiges AAA-Spiel ist. Einige Fähigkeiten werden sehr häufig eingesetzt, andere dagegen deutlich seltener. Manchmal ist auch nicht sofort klar, welche Fähigkeit das Spiel gerade von einem erwartet.

Etwas nervig fand ich außerdem die fehlende Übersicht innerhalb der Level. Wer wirklich alles sammeln möchte, muss teilweise ziemlich genau suchen. Es gibt keine richtige Karte, die einem zeigt, wo noch etwas fehlt. Außerdem

Für meinen Sohn war das allerdings überhaupt kein Problem. Im Gegenteil. Er fand es eher spannend, irgendwo noch einen versteckten Bereich zu entdecken. Und genau da merkt man vielleicht auch den Unterschied zwischen einem erwachsenen Spieler und einem siebenjährigen Kind.

Teeto – Familienfreundliches Koop-Spiel im Splitscreen
Solide
Teeto hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil ich es komplett mit meinem Sohn spielen konnte. Es ist kein besonders anspruchsvoller 3D-Plattformer und möchte das meiner Meinung nach auch gar nicht sein. Stattdessen bekommt man eine kunterbunte, etwas verrückte Welt, einfache Rätsel, Sammelobjekte und vor allem einen richtig guten lokalen Koop-Modus. Für mich ist Teeto deshalb weniger das Spiel, das ich alleine für 100 Prozent durchspielen würde. Es ist das Spiel, das ich meinem Sohn in die Hand drücke und sage: "Komm, wir spielen zusammen."Und genau das haben wir gemacht.
Pro
Sehr guter lokaler Koop
Perfekt für Eltern und Kinder
Charmante, verrückte 3D-Plattformer-Welt
Kontra
Fehlende Karte macht das Sammeln unnötig kompliziert
Einige Fähigkeiten werden kaum genutzt
Für erfahrene 3D-Plattformer-Spieler wahrscheinlich etwas zu einfach
7
Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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