
Ein paar Jahre nach dem ersten TOEM geht die kleine Foto-Reise weiter. Schon der erste Teil von Something We Made war ein ziemlich besonderes Adventure. Statt Waffen oder komplizierten Inventaren gab es vor allem eine Kamera und eine Welt voller kleiner Geschichten. Man erkundete die handgezeichneten schwarz-weißen Landschaften, half den Bewohnern bei ihren Problemen und musste dafür oft genau hinschauen und das richtige Foto machen. TOEM war dabei angenehm kurzweilig und vor allem unglaublich entspannt.
Hinter dem Spiel steckt das schwedische Indie-Studio Something We Made. Das kleine Team beschreibt sich selbst als Gruppe von Leuten, die Spiele mit einem eigenen Charakter machen wollen. Für TOEM 2 ist das ursprüngliche Team wieder zusammengekommen, inklusive der Komponisten des ersten Teils. Gleichzeitig sind neue, aber bereits bekannte Gesichter dazugestoßen. Das Ziel ist ziemlich klar: Die Dinge, die TOEM funktioniert haben, sollen bleiben, während an den Schwächen weitergearbeitet wird.

Wieder die Kamera einpacken
TOEM 2 setzt einige Jahre nach dem ersten Abenteuer an. Wieder geht es darum, mit der Kamera auf Entdeckungsreise zu gehen und die kleinen Dinge der Welt festzuhalten. Diesmal soll die Reise allerdings noch größer ausfallen.
Schon in der Preview, die ich Anfang September durchspielen konnte, fällt auf, dass sich die Entwickler nicht einfach darauf beschränkt haben, das erste Spiel mit neuen Orten und Figuren zu wiederholen. Eine der auffälligsten Änderungen ist die zusätzliche Bewegungsfreiheit. Der eigene Charakter kann jetzt springen und klettern. Dadurch entstehen neue Wege durch die Umgebung und auch die Kamera kann aus anderen Perspektiven eingesetzt werden.
Das passt erstaunlich gut zum Grundprinzip von TOEM. Denn auch diesmal geht es weniger darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Viel interessanter ist die Frage, was sich eigentlich hinter dem nächsten Hügel versteckt.

Fotografieren statt kämpfen
Das Grundprinzip bleibt angenehm ungewöhnlich. Die Kamera ist nicht einfach nur ein kleines Gimmick, sondern weiterhin das wichtigste Werkzeug. Die Welt steckt voller Details, die man erst durch genaues Hinsehen entdeckt. Kleine Aufgaben, versteckte Wege und merkwürdige Situationen sorgen dafür, dass man immer wieder stehen bleibt und durch den Sucher schaut.
Gerade dieser entschleunigte Ansatz gefällt mir an TOEM 2 bisher ziemlich gut. Es gibt Spiele, bei denen ich permanent darüber nachdenke, was als Nächstes passieren muss. TOEM 2 fühlt sich eher so an, als würde das Spiel sagen: Schau dich erstmal um.

Neue Freunde für die Reise
Eine weitere Neuerung sind die Figuren, die man während der Reise kennenlernt. Einige dieser Charaktere können sich dem eigenen Abenteuer anschließen und sollen sogar Einfluss auf die Geschichte und deren Ende haben.
Damit bekommt TOEM 2 etwas mehr Gewicht auf der erzählerischen Seite. Die Begegnungen mit den Bewohnern waren schon im ersten Teil ein wichtiger Bestandteil und diesmal scheint Something We Made daraus noch etwas mehr machen zu wollen.
Gerade bei einem Spiel wie TOEM finde ich das spannend. Die Welt muss nicht riesig sein, wenn sie mit interessanten Figuren gefüllt ist.

Der neue Look
TOEM 2 bleibt seinem grundsätzlichen Stil treu, wirkt aber deutlich frischer. Die Welt ist weiterhin handgezeichnet und sehr verspielt, gleichzeitig wirkt sie durch die neuen Umgebungen und die zusätzliche Bewegungsfreiheit etwas größer.
Auch die Perspektive spielt dadurch eine andere Rolle. Wenn der Charakter jetzt springen und klettern kann, verändert sich automatisch die Art, wie man die kleinen Dioramen erkundet. Das fühlt sich für mich nach einer sinnvollen Weiterentwicklung an und nicht nach einer Änderung nur für den Trailer.

Nach meiner Preview bin ich ziemlich gespannt auf das fertige Spiel. TOEM 2 versucht nicht, das Konzept des ersten Teils komplett neu zu erfinden. Stattdessen wird genau dort angesetzt, wo das Original seine Stärken hatte. Die vollständige Version erscheint am 29. September 2026 für PC und PlayStation 5.





