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Umziehen mit Hund – Von Deutschland in die USA

Ganz oft wurden wir schon gefragt, was denn mit dem Hund passiert, wenn wir in die USA ziehen. Ganz klar, der muss mit! Unser Hund ist ein Familienmitglied. Könnte er aus irgendeinem Grund nicht mit, würden auch wir nicht fliegen. Also haben wir uns als Erstes schlau gemacht, ob es irgendwelche Auflagen oder Hindernisse gibt, bevor wir uns für den Schritt Umzug entschieden haben. Dabei gibt es viel zu beachten und wenn man soweit ist, gibt es umso mehr zu recherchieren, damit uns der Einstieg am Flughafen nicht verwehrt wird.

Natürlich können wir hier nur unsere Erfahrungen wiedergeben, was die Einreise mit Hund in die USA betrifft. Jedes Land und jede Fluggesellschaft hat ihre ganz eigenen Regeln.

Einreisebestimmung

Ganz wichtig ist erst einmal die Rasse zu überprüfen. Es gibt Kampfhunde, die nur unter bestimmten Bedingungen oder sogar gar nicht Einreisen dürfen. Das sind nicht viele, aber grade bei Mischlingen sollte man schauen, was da so drin steckt. Unser Hund ist ein reinrassiger japanischer Akita, kein Problem also.

Als Nächstes findet man in der Recherche immer das Thema Tollwutimpfung und Heimtierausweis. Hunde müssen den Nachweis für eine gültige Impfung haben. Eine Erstimpfung muss mindestens 30 Tage alt sein. Das schränkt auch das Alter des Tieres ein, da gegen Tollwut erst mit 3 Monaten geimpft wird. Somit können Hunde erst mit vier Monaten reisen. Die Impfungen, neben Tollwut unter anderem auch gegen Staupe, werden im Heimtierausweis dokumentiert. Dieser ist also das A und O wenn man einen Hund mitnimmt. Darin findet man außer der Impfungen auch den Verkäufer, den Halter, die Chipnummer und Behandlungen gegen Echinococcus, also Magen-Darm-Viren.

Heimtierausweis

Der Heimtierausweis ist zweisprachig, deutsch und englisch. Das ist schonmal eine große Hilfe und wir müssen den Pass nicht übersetzen lassen. Außerdem enthält der Pass eine Seite, auf der ein aktuelles Gesundheitszeugnis ausgestellt werden kann. Das ist nämlich eine weitere Voraussetzung für die Einreise mit Hund. Das Zeugnis muss von einem qualifizierten Tierarzt erstellt werden, darf nicht älter als 10 Tage sein und muss in englisch sein.

Für die Einreise ist damit der Grundstein gelegt. Natürlich sollte man sich am Zielort erkundigen, welche Bedingungen dort noch existieren. In unserem Fall nämlich müssen wir auch den Bundesstaat, in dem wir landen, bedenken. Da Washington D.C. keinem Bundesstaat angehörig ist und wir in Virginia landen, müssen wir uns über beide Orte erkundigen.

Fliegen mit Hund

Ein Weiteres und wie ich finde, größeres Thema, mit dem man sich auseinander setzen muss, ist der Transport. Liebend gern würde ich für unseren Hund die Strecke mit Auto oder Zug bewältigen aber das ist leider nicht möglich. Also muss er mit ins Flugzeug. Dabei gibt es so viel zu beachten! Als erstes haben wir uns die möglichen Fluggesellschaften raus gesucht, drei waren es, um deren Bestimmungen zu lesen. Auf den offiziellen Webseiten der Fluggesellschaften findet man immer die nötige Info. Leider gibt es keine allgemein gültigen Bestimmungen. Somit hat jede Gesellschaft ihre eigenen Regeln. Manche sind tierfreundlicher als die anderen, es gilt hier für uns, das Bestmögliche für den Hund zu finden.

Nachdem wir uns die Bedingungen der drei Fluggesellschaften durchgelesen haben, sind wir auf IPATA (International Pet And Animal Transportation Association) gestoßen. Eine Art Spediteur für Tiere. Diese kümmern sich um die wichtigsten Dinge. Es wird vorab geklärt, ob alle nötigen Unterlagen vorhanden sind, ob die Transportbox passt und was halt so nötig ist. Man findet auch vor Ort, also am Flughafen, diese non-profit Organisation. Es ist auf jeden Fall schon mal schön, mit jemandem in Kontakt zu stehen und alle Unterlagen vorab checken zu lassen, damit eben nicht der Fall eintritt, am Flughafen abgewiesen zu werden.

Mit Hilfe der IPATA haben wir nun auch endlich die richtige Hundebox. Nachdem wir zwei Boxen bereits von amazon.de bei uns hatten und jede trotzdem zu klein war, haben wir einen Link für eine Box bekommen, die der Größe unseres Hundes entspricht. Immerhin sind die Vorgaben recht streng, der Hund muss stehen und 5cm Platz bis zur Decke haben, er muss sich problemlos drehen und hinlegen können, er muss eine Schale für Wasser und Futter haben, die von außen befüllbar ist usw. Nachdem nun die richtige Box bestellt war und von einer Spedition vor der Tür abgestellt wurde, inklusive Palette, musste ich feststellen, dass die Box gebraucht und ziemlich mitgenommen war.

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Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von zwei Kindern

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