WhaleDeck – Docker Manager für iOS und macOS

17. April 2026
2 Minuten Lesezeit

Mittels Docker Container bin ich nun seit einigen Jahren unterwegs um meine Applikationen zu verwalten. Sei es Pi-Hole im eigenen Netzwerk oder meine Nextcloud Instanz auf einem deutschen Server. Alles läuft mittlerweile über Docker. Es ist simpel zu installieren, reproduzieren und oder umzuziehen. Doch falls mal Fehler passieren und der schnelle Check von Nöten ist, hatte es mir stets nach einer einfachen grafischen App gefehlt. WhaleDeck möchte hier Abhilfe schaffen.

WhaleDeck ist im Kern genau das. Eine schlanke App die sich mit bestehenden Docker Umgebungen verbindet und einen schnellen Überblick liefert. Keine komplexe Einrichtung, kein Overkill an Features, sondern eher ein Werkzeug für den schnellen Blick zwischendurch.

Die Verbindung zu den eigenen Docker Instanzen funktioniert über bekannte Wege wie lokale Verbindungen oder Remote Hosts. Gerade wenn man mehrere Systeme betreibt, ist das angenehm. Ein Blick in die App reicht und man sieht sofort welche Container laufen, welche Probleme machen oder ob irgendwo etwas hängt.

Was mir besonders gefällt ist die reduzierte Oberfläche. WhaleDeck versucht nicht ein komplettes Portainer oder eine vollwertige Verwaltungsplattform zu ersetzen. Stattdessen geht es um Status, Logs und einfache Aktionen. Container starten, stoppen oder neu starten funktioniert direkt aus der App heraus ohne Umwege.

Auch Logs lassen sich schnell einsehen. Gerade wenn mal etwas nicht so läuft wie geplant, spart das Zeit. Statt sich per SSH einzuloggen und durch die Konsole zu hangeln, reicht ein kurzer Blick in die App.

Ein weiterer Punkt ist die mobile Nutzung. WhaleDeck ist klar darauf ausgelegt auch unterwegs zu funktionieren. Das ist genau der Use Case der mir bisher gefehlt hat. Kurz prüfen ob der Container noch läuft, ob ein Update sauber durchging oder ob irgendwo ein Fehler aufgetreten ist.

Verfügbarkeit und Preise

WhaleDeck ist aktuell für iPhone, iPad und macOS verfügbar und kann direkt über den App Store heruntergeladen werden.

Docker Manager GUI - WhaleDeck
Docker Manager GUI - WhaleDeck
Entwickler: Florian Seida
Preis: Kostenlos+

Der Einstieg ist kostenlos. In der Free Version kann man bereits einen Server anbinden und grundlegende Funktionen wie Container Status, Logs und einfache Aktionen nutzen. Netterweise hatte mir der 2 x Swift Student Challenge Gewinner Florian Seida einen Pressecode zur Verfügung gestellt, um den vollen Umfang der App zu testen.

Wer mehr möchte kann auf die Pro Version upgraden. Diese gibt es entweder als Abo oder als einmaligen Kauf.

  • monatlich etwa 1,99 Dollar
  • jährlich etwa 12,99 Dollar
  • einmalig etwa 34,99 Dollar für die Lifetime Version

Die Pro Version schaltet dann Dinge wie mehrere Server, detailliertere Statistiken, iCloud Sync und Widgets frei. Für den Einstieg reicht die kostenlose Variante aber völlig aus.

Natürlich ersetzt das keine vollwertige Docker Verwaltung. Wer komplexe Setups baut oder tief in Konfigurationen eingreifen möchte, wird weiterhin auf klassische Tools oder die Konsole zurückgreifen. Aber das will WhaleDeck auch gar nicht sein.

Für mich ist es eher ein Begleiter für den Alltag. Ein Tool das man schnell öffnet, kurz checkt ob alles läuft und dann wieder schließt. Genau diese Lücke füllt WhaleDeck ziemlich gut.

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.