Wie geht es mit dem Fußballsimulationen weiter?

Die neue Fußballsaison 2021/22 läuft und selbstverständlich sind auch die Software-Hersteller wieder mit am Start. EA Sports hat mit FIFA 22 den nächsten Teil der populären Fußball-Simulation auf den Markt gebracht. Seit Jahren liefert sich EA Sports einen heißen Kampf mit Konamis Pro Evolution Soccer um die Gunst der Fußball-Fans auf dem Videospielmarkt. Doch nun wollen die Japaner neue Wege bestreiten und legen mit eFootball 2022 ein neues Konzept für Fußball-Videospiele vor. Wir vergleichen die beiden Produkte von EA Sports und schauen, wie sich der Kampf der Giganten auf dem digitalen Fußballplatz entwickelt hat.

FIFA ist weiterhin der Branchenkrösus

An der Frage FIFA oder PES scheiden sich die Geister. Während die FIFA-Fans seit jeher auf umfangreiche Lizenzen und detaillierte Grafiken setzen, schwören PES-Spieler auf das realistische Gameplay. Schaut man auf die reinen Absatzzahlen, so hat sich das Duell in den vergangenen Jahren klar zu Gunsten von EA Sports entwickelt. Die letzte Auflage von PES wurde rund eine halbe Millionen Mal verkauft. Von FIFA 21 wurden im Vergleich über 12 Millionen Einheiten verkauft. Das liegt nicht zuletzt daran, dass EA Sports auf einen Großteil der originalen Lizenzen von Verbänden und Vereinen bauen kann. So sind auch dieses Jahr wieder mehr als 30 internationale Ligen, über 700 Vereine und mehr als 17.000 lizensierte Fußballspieler mit dabei. Allerdings hat PES in den vergangenen Jahren nachgelegt. Seit 2020 liegen beispielsweise die Exklusivrechte für Juventus Turin bei Konami. Wer bei FIFA mit dem italienischen Rekordmeister spielen möchte, muss sich mit „Piemonte Calcio“ zufriedengeben. Der Topfavorit mit 3,00er Online Wetten Quoten bei Betway für den Scudetto, SSC Neapel, wird ab 2023 exklusiv bei Konami auflaufen (Stand: 25. 10.). Mit weiteren italienischen Lizenzen von Lazio und AS Rom sowie Atalanta Bergamo wollen die Japaner den Branchenkrösus angreifen.

Konami setzt auf Free-to-Play

Im vergangenen Jahr hat Konami „ausgesetzt“ und keine 21er-Version von Pro Evolution Soccer herausgebracht. Dafür sollte die gesamte Energie in die Entwicklung der Neuauflage der Serie gesteckt werden. Für die Saison 2021/22 geht Konami mit einem ganz neuen Konzept an den Start. PES wurde eingestampft und stattdessen heißt das Produkt jetzt eFootball 2022. Die Vorteile liegen auf der Hand. Im Gegensatz zum Branchenkrösus FIFA, für den man mindestens 60 Euro auf den Tisch legen muss, kommt eFootball 2022 als Free-to-Play Spiel auf den Markt. Zwar gibt es auch hier die Möglichkeit auf In-App-Käufe, allerdings kann man das Grundspiel kostenfrei herunterladen. Auch die innovative Unreal Engine soll ein noch realistischeres Game-Play ermöglichen. Kurz nach dem Release der ersten Version kritisierten aber bereits viele Fans das unausgereifte Gameplay und die zahlreichen Bugs. Hier muss Konami auf jeden Fall noch nachlegen. Ein weiter Pluspunkt hingegen ist, dass eFootball als Crossplattform-Spiel konzipiert wurde. Das bedeutet, dass auch Spieler auf einer PlayStation gegen Spieler auf Xbox oder bald auch auf SteamLink antreten können. Bis alles ausgereift läuft, wird Konami allerdings noch einige Updates veröffentlichen müssen.

Welches Konzept setzt sich durch?

Zwar war Konamis Release von eFootball 2022 als großer Angriff auf FIFA 22 geplant, allerdings muss sich der Branchenkrösus (noch) nicht vor dem neuen Herausforderer verstecken. So hat die Unreal-Engine von Konami langfristig gesehen ein höheres Potenzial, allerdings läuft es bislang noch gar nicht rund für Konami. Das neue FIFA hingegen verspricht mit der HyperMotion-Technik noch realistischere Animationen. Zudem setzte EA Sports nun auf Machine Learning der Künstlichen Intelligenz. Das bedeutet, dass sich unter anderem das Defensivverhalten der KI wesentlich vielseitiger gestalten soll. Gerade bei den kleinen Details wie Flugkurven von Flanken oder dem Verhalten des Tornetzes bei Schüssen punktet FIFA gegenüber dem neuen Herausforderer. Vergleicht man die Kritiken bei dem Spieleplattform Steam, so kommen die Fans nach den ersten Tagen zu einem klaren Urteil. Während das erste FIFA-Update positiv aufgenommen wurde, ist eFootball 2022 bislang das schlechteste Steam-Spiel aller Zeiten. Davon wird sich Konami aber sicher nicht abschrecken lassen. Immerhin wurde schon vor dem Release angekündigt, dass nach und nach neue Updates und Möglichkeiten hinzugefügt werden sollen.

Jetzt, da die Zeit der NexGen-Konsolen angebrochen ist, scheint auch auf dem Markt für Fußball-Simulationen wieder Bewegung zu kommen. Zwar hat EA Sports mit der FIFA-Reihe hier in den vergangenen Jahren dominiert, allerdings will Konami mit dem Reboot des PES-Klassikers neuen Wind in die Szene bringen. Fußballfans an der Konsole dürfen sich auf jeden Fall freuen. 

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