Die besten Dokus über Ausnahmemenschen

Oft schreibt das Leben die besten Geschichten. Deswegen können Dokus auch mindestens genauso fesselnd und spannend sein wie fiktive Filme. Und das besonders dann, wenn sie von beeindruckenden Menschen handeln. Welche Dokus über Ausnahmemenschen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und deshalb extrem sehenswert sind, steht hier.

Free Solo

Diese Doku ist nichts für Menschen mit Höhenangst und perfekt für jeden, der den Nervenkitzel liebt. Der professionelle Freikletterer Alex Honnold hegt einen Traum: Er möchte den Granitfelsen El Capitan im Yosemite Nationalpark in Kalifornien erklimmen. Aber hier gibt es (k)einen Haken – der Mitte 30-Jährige möchte sein Ziel völlig ungesichert erreichen und setzt damit sein Leben aufs Spiel. Honnolds Freunde und Familienmitglieder sind zurecht besorgt und versuchen ihn von seinem gefährlichen Vorhaben abzubringen. Doch der Kletterer gibt nicht auf und zeigt ein hohes Maß an strategischen Fähigkeiten und Konzentration, die man sicher auch auf andere Bereiche des Lebens anwenden kann.

Exit Through the Gift Shop

Es gibt wohl kaum einen Künstler, der mysteriöser ist als Banksy. Also ist es kein Wunder, dass er auch in der von ihm gedrehten Doku nichts über sich preisgibt. Genau das macht ihn jedoch so besonders. Bis heute ist übrigens auch nicht genau klar, ob es sich bei „Exit Through the Gift Shop“ um einen ernst gemeinten Dokumentarfilm oder eine sogenannte „Mockumentary“, also eine fiktionale Doku, handelt. Banksy folgt Thierry Guetta, einem französischen Immigranten, der in Los Angeles seiner großen Leidenschaft nachgeht: Streetart. Auf seiner Entdeckungstour trifft er auf Künstlern wie den „Invader“, Shepard Fairley und natürlich Banksy selbst, der seine Identität geheim hält.

Diego Maradona

Von vielen wird Diego Maradona als einer der größten Fußballspieler der Geschichte angesehen. Und das aus gutem Grund. Der vor kurzem verstorbene Argentinier feierte während seiner Karriere unzählige Erfolge, darunter die Fußballweltmeisterschaft 1986. Bereits im Alter von 15 Jahren machte sich Maradona bei den Argentinos Juniors einen Namen und erhielt den Spitznamen „Goldjunge“. Die Doku „Diego Maradona“ beleuchtet den sportlichen Werdegang des Ausnahmespielers und schaut sich auch sein Privatleben etwas näher an. So beinhaltet der Film intime Interviews mit Familienmitgliedern, die unter anderem auch seinen tragischen Absturz und Kampf gegen die Drogen kommentieren.

Marina Abramovic: The Artist is Present

Die serbische Künstlerin Marina Abramovic gehört unumstritten zu den außergewöhnlichsten Menschen unserer Zeit. Der Grund: ihre Kunst. Statt Skulpturen oder Gemälden umfasst diese nämlich extreme Darstellungen wie eine dreimonatige Performance auf der Chinesischen Mauer. Auch lebte sie eine Zeit nomadisch unter Tibetern und Aborigines. Ihre Ausdauer-Performance „The Artist is Present“, in der sie im MoMA in New York drei Monate lang schweigend an einem Tisch saß, ist auch der Titel der Doku. Diese folgt der Künstlerin bei ihren Vorbereitungen für einen Rückblick ihrer Werke. Dabei reflektiert sie über ihre 721 Stunden lange Sitz-Performance und ihre intensiven Interaktionen mit dem Publikum.

Senna

Bereits im Jahr 1994 verstarb der legendäre brasilianische Rennfahrer Aryton Senna bei einem Wettkampf. Jahrzehnte lang hatte er die Formel 1 dominiert und löste durch seinen plötzlichen Tod eine große Welle der Trauer aus. Die Doku verfolgt den Werdegang des Profirennfahrers und beinhaltet unbekannte Originalaufnahmen, die für eine fesselnde Inszenierung sorgen. Aber nicht nur Senna den Rennfahrer, sondern auch Aryton den Privatmenschen lernt man näher kennen. Der Regisseur Asif Kapadia wurde von unzähligen Kritikern für seine kreative Montage-Arbeit gelobt und erhielt im Jahr 2011 sogar einen begehrten Publikumspreis beim Sundance Film Festival in Utah.

What happened, Miss Simone?

Dank Titeln wie „Sinnerman“ und „I Put a Spell on You“ zählt die im Jahr 2003 verstorbene US-Amerikanerin Nina Simone zu den größten Blues-, Soul- und Jazzsängerinnen aller Zeiten. Aber Simone war nicht nur eine begnadigte Sängerin, sondern auch eine Bürgerrechtsaktivistin, die sich für die Rechte der schwarzen US-Bevölkerung einsetzte. So nahm sie der Mord des Befreiungskämpfers Martin Luther King besonders mit. Die Doku zeigt die verschiedenen Lebensphasen von Simone und bietet Zuschauern ein detailliertes und lebensnahes Porträt der Künstlerin. Diese erlebte neben Ruhm und Erfolg auch Einsamkeit, Krankheit und finanziellen Ruin.

Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

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