Dave the Diver durchgespielt – Wie tief kannst du tauchen?

Am 28. Juni 2023 kam Dave the Diver in einer finalen 1.0 Version auf den Markt. Nicht mal ein Jahr zuvor startet der Early-Access zu dem abermals sehr einzigartigen Tauch-Sushi-Farming-Simulator. Nach 15 Stunden Spielzeit habe ich die kreativen Credits spielen können und wollte mal meinen Senf zum Indie-Hit von 2023 loswerden.

Alles dabei aber nichts richtig

Entwickler MintRocket sitzt hinter dem hybriden Indiegame Dave the Diver. Warum Hybrid erkläre ich später aber wird jeder der sich das Spiel annimmt in weniger als zwei Stunden Spielzeit selbst bermerken. Hinter dem Entwickler selbst steht NEXON als Investor. 1994 in Korea gegründet sind sie für Free-to-Play MMOs verantwortlich und können mit diesen Einnahmen sehr waghalsige Projekte wie Dave the Diver finanzieren.

Dave the Diver Sushi Restaurant Spielmodus

In Dave the Diver spielen wir natürlich, wer hätte es anders geahnt, Dave. Als proffessioneller Taucher schließt er sich mit zwei Freunden, Cobra und Bancho zusammen. Der eine ein ehemalige Waffenhändler und der andere ein Sushi-Chef dessen Ego etwas zermürbt ist. In der Nähe der blauen Lagoone eröffnen sie ihr Sushi Restaurant und helfen dem Archelogen Bacon die Lagoone zu erforschen.

Die ersten 20 Minuten Spielzeit sind geschafft und es prasseln im Minutentakt Tutorial Bildschirme hinein. Jede wichtiger als die andere. Erschlagen davon machte ich erstmal wieder einen Monat halt mit Taucher Dave und widmete mich ein paar Serien bis ich dann selber die Gelegenheit hatte bei den Korallen an Key West zu tauchen.

Schlussendlich ging bei meinem 5 Tage langen dreh am südlichsten Punkt der USA um das Retten der Meeresbewohner und in Dave the Diver müssen wir als Spieler Kiloweise Fische zur Zubereitung in unser Restaurant bringen.

Spiel im Spiel im Spiel im Spiel

Sind wir erst einmal mit der Welt unter Wasser vertraut erwartet uns nach zwei Tauchgängen pro Ingame-Spieltag der Restaurant Alltag. Es eröffnet sich ein weiteres Spiel in Dave the Diver. Diesmal befinden wir uns in einem Management von der abendlichen Speisekarte, bedienen die Gäste, schenken Tee oder Bier ein, servieren das vorher ausgewählte Essen und hobeln frischen Wasabi. Das alles bis entweder die Zutaten alle sind oder das Restaurant schließt. Warum machen wir das Tag ein und aus? Wir brauchen natürlich Geld! Die Taucherausrüstung kann aufgewertet werden, wir können uns besseres Equipment bestellen und später im Restaurant-Spiel können wir Personal einstellen die unserem Chef in der Küche assistieren oder auch Servicemitarbeiter die uns helfen. Das Personal können wir auch trainieren und speziell für ganz bestimmte Zwecke ausbilden.

Ein Untermenü für das Menü

Das Spiel ist komplex. Keine Frage. Gerade der Anfang ist anstrengend und etwas überfordernd. Sehr schnell folgen Menüs deren Designkonzepte nicht mit vorherigen Übereinstimmen. Oft hatte ich das Gefühl das die Person, die gerade an einer tief verankerten Problematik saß ein eigenes Menü implementiert hat ohne dies mit dem Entwicklerteam abzustimmen. Das Ergebnis ist eine Ansammlung der schlimmsten Ingame-Menü die ich je benutzt habe.

Dave the Diver Ingame Menüs aus der Hölle
Dave the Diver für Steam
Wahnsinning unterhaltsam
Dave the Diver ist ein bunter Haufen an Genres. Es startet als Tauchmanagement Simulation und entwickelt sich zu einer interessanten Singleplayer Erfahrung, deren Geheimnisse gelüftet werden. Bis dahin müssen aber auch kleine und mittelgroße Kompromisse verkraftet werden. Schreckliche Menüs und ein etwas langsamer Gameplay-Loop am letzten drittel des Spiels.
Pro
Erstaunlich guter Loop
Tauch-Gameplay
Kontra
Menüs aus der Hölle
8

Nils Hünerfürst

Männlich - 32 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname.

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