Planet of Lana durchgespielt

14. Juli 2023
1 Min. Lesezeit

Die ersten Bewegtbilder von Planet of Lana aus dem Jahre 2021 sahen wirklich gut aus. Ein Aquarell Look mit poppigen Farben. Fischerdörfer und ein strahlend blauer Himmel. Dazu etwas mythisches nachdem wir als Spieler Ausschau halten müssen. Ein 2.5D Plattformer mit solch einem einzigartigen Look landete sofort bei Ankündigung auf meiner „zu-spielen“-Liste. Zwei weitere Jahre in der Entwicklung und $15.99 später konnte ich es nun endlich auf meinem Steam Deck spielen und das Fazit ist leider okay‘ish.

3-4 Stunden Rätselspaß

In Planet of Lana spielen ein junges Mädchen die gezwungen ist ihre Familie und Freunde zu befreien. Das tropische Paradies wurde von einer autonomen Roboterarmee entführt und wird nun über den gesamten Planeten geschleppt. Ja man merkt hier schon eine erste Anspielung auf Krieg der Welten aus dem 19. Jahrhundert. Auf der doch relativ kurz geratenen Reise begleitet uns ein Alien ähnlichen Wesen.

Der Cuteness-Faktor wird gesetzt aber viel wichtiger, ein wichtiges Gameplay-Element wird dadurch etabliert. Der kleine KI generierte Mix aus dem Prompt „süßes Hunde ähnliches Alien welches auch ein Furby sein könnte“ kann nämlich vom Spieler kommandiert werden. Relativ schnell ist das Duo vor Rätseln gesetzt die ein ganz bestimmtes Timing erfordern. Hier kamen ein paar Ico Referenzen aber vor allem Abe’s Oddysee spürte ich doch des öfteren. Oft sitzt man nämlich vor dem gleichem Problem. Wer muss zuerst auf welchen Schalter? Die Rätsel entwickeln sich in den ersten zwei Spielstunden rasant aber danach kommen nur noch neue Versionen hinzu.

Wenigstens sind die Sprungpassagen etwas aufregender als das X-ste ähnliche Rätsel. Die Simplizität in Planet of Lana ist extrem stark ausgeprägt. Es gibt 11 Schreine im Spiel zu entdecken und das war es. Es gibt keine Karte, keine Questmarker oder ein Kompendium zum Lesen. Keine Bonusinhalte zu Entstehung des Spiels nach beenden der Geschichte. In den letzten Jahren sind Spiele meist überladen an möglichkeiten die möglichst lange den Spieler binden möchten. Der swedische Entwickler Whishfully verzichtet hier bewusst drauf und möchte bei diesem Trend nicht mitmachen. Auch möchte man nichtmal die eigene Webseite aktualisieren. Immer noch prankt ein „Coming in Spring 2023“ über dem Planet of Lana Logo. Hat man das Spiele entwickelt vielleicht schon aufgegeben?

Planet of Lana über Steam
Naja geht so
Leider doch nur okay. Die ersten Bilder und das Argument, das alle Grafiken "handgemalt" sind, lenken leider nicht von der Tatsache ab, dass die Geschichte flach ist und das Gameplay irgendwann uninspiriert wirken.
Pro
Wunderschön anzusehen
Kontra
Lahme Geschichte
Gameplay leider schnell dröge
5

Nils Hünerfürst

Männlich - 32 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname.

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