ZimaBoard – World’s First Hackable Single Board Server ausgepackt – Teil 1

In weniger als 10 Minuten konnte über Kickstarter das Geld für das ZimaBoard gesammelt werden! Der Gründer namens IceWhale Technology hatte am Ende ziemlich genau 1.880 Unterstützer, die insgesamt 2,452,334 Hong Kong Dollar einzahlten. Das sind ungefähr 300.000 €. Von mir kamen knapp 120 € hinzu und knapp anderthalb Jahre später habe ich die allererste Version vom ZimaBoard 832 erhalten.

IceWhale Technology wurde im Jahr 2020 gegründet und ZimaBoard ist das erste Produkt und Projekt des Start-ups. Gesponsort wurden sie von einer Firma namens iStart Ventures mit Sitz in den Vereinigten Staaten. Einer der CEO’s Lauren Pan konnte ich ein wenig absuchen und somit herausfinden, ob die Kickstarter Kampagne vielleicht in Richtung Scam übergeht. Lauren hat aber angeblich fast ein Jahrzehnt bei einer Softwarebutze in Shanghai gearbeitet und somit Erfahrungen sammeln können.

Wenn eine Kickstarter Kampagne erfolgreich ist und in knapp 10 Minuten ihr Ziel erreicht hat, dann muss doch der erste Eindruck ziemlich gut sein, oder etwa nicht? Außerdem scheint das ZimaBoard einen zukünftigen Bedarf getroffen zu haben. Kickstarter Kampagnen, die man in der Regel unterstützt, bieten für Monate meist aber Jahre nicht mehr als ein wenig Unterhaltung per Mail. Regelmäßige Updates zeigen einem die Fortschritte. Als Kleininvestor möchte man darüber natürlich auch darüber benachrichtigt werden. Ob man das Produkt, bei dem man aktiv an der Investition beteiligt war, schlussendlich auch in ferner Zukunft bekommt, ist stets ungewiss.

Von meinen mittlerweile 19 unterstützten Projekten, bei dem ich Geld hinzugegeben habe, sind bis auf eines alle angekommen und halbwegs erfolgreichen abgeschlossen worden. Phoenix, das Indie-JRPG, mit prominenter Besetzung, hat mittlerweile 9 Jahre auf dem Buckel. Wovon man 8 Jahre als Verspätung zählen kann.

Der Versand aus Hongkong hatte mehr als 4 Wochen gedauert. Als ich das Projekt „bezahlte“ hatte ich noch eine deutsche Versandadresse. Zum Glück konnte ich ohne Probleme über den Discord-Server mit den Entwicklern Kontakt aufnehmen und meine US-Adresse hinterlegen. Die Adresse von Deutschland zu den USA hatte übrigens keinen Aufpreis in der vorherigen Kalkulation bedeutet. Am Ende hing das Paket mehr als 2 Wochen in New York am JFK-Flughafen fest.

Die Entwickler vom ZimaBoard haben wirklich kein billiges Produkt erstellt. Selbst die Verpackung war durchdacht designt und im Lieferumfang gab es drei verschiedene Stromstecker. Mein Plan war von Anfang an meinen Raspberry Pi 2 B+ aus dem Jahre 2014 zu ersetzten. Auf diesem läuft Pi-Hole sowie ein WireGuard Server. Für ein Raspberry Pi gerade so ausreichend, auch wenn PHP in den letzten Monaten etwas träge lief, aber die Benchmarks und technischen Zahlen kommen später.

Das ZimaBoard 832, das Flagschiff unter den drei Versionen, verfügt über Quadcore von Intel namens N3450. Für die Intel HD 500 Grafikeinheit braucht man ein MiniDisplay Port Adapter oder Kabel. Dann liegen noch 8 GB LPDDR4 Ram auf dem Board und ein 32 GB eMMC Speicher für das OS. Windows 10 lässt sich auch installieren.

HDD/SSD2x SATA 6.0 Gb/s Ports
LAN2x GbE LAN Ports
Realtek 8111H
USB2x USB 3.0
PCle1x PCle 2.0 x4
Anschlüsse ZimaBoard 832

Etwas, das ich auf einem Raspberry Pi von 2014 nie hätte ausprobieren können, ist ein lokaler Plex-Server. Mit den Anschlüssen vom ZimaBoard möchte ich auf jeden Fall noch eine SSD ins Spiel bringen und einen Plex-Server installieren. Das Live transcodieren von Videos bis zu einer Auflösung von 1080p soll ohne Probleme funktionieren, aber dazu dann später mehr.

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Nils Hünerfürst

Männlich - 30 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname

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