SHARGE Disk – Das „coolste“ SSD Gehäuse ausgepackt

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Es war mal wieder Kickstarter-Shopping Zeit. Ich nenne es gerne zeitversetztes Einkaufen mit einem kleinen Risiko. Das SHARGE Disk SSD Gehäuse war das erste von mir mitfinanzierte Projekt, auf das ich wirklich gewartet habe. Ein super kleines und leichtes M.2 NVMe SSD Gehäuse hatte ich eh gesucht. Doch kann das Teil auch für professionelle Zwecke herhalten? Was ist mit der Kühlung? Reicht die Lese- und Schreibgeschwindigkeit?

Early Bird lohnt sich!

Der größte Vorteil bei solch Risiko Finanzierungsrunden ist der Preisnachlass. Ich glaube das eine Pressemail mich kurz nach Start der Kampagne benachrichtigt hat und ich deshalb direkt noch Platz in der Early Bird Fraktion hatte. 59 % Rabatt bedeute für mich ein Gesamtpreis von etwas über $30. Später kam dann noch die 1 TB SSD für etwas über $100 hinzu. Dort hatte ich dann auch nur auf einen entsprechenden Deal gewartet. Anfang Juni 2023 startete die Kampagne und Ende Oktober traf das Gehäuse bei mir ein. Das erste Eindruck nach dem öffnen des Pakets: Positiv und Hochwertig.

Der herausstehende USB-C Port wird durch ein Silikongehäuse kompensiert. Laut Hersteller ist somit eine Sturzsicherheit aus 2 Metern Höhe gesichert. Das Besondere an diesem Gehäuse ist der eingebaute Lüfter. NVMe SSDs sind bekannt dafür, unheimlich schnell hohe Temperaturen zu erreichen. Ach und die Installation der SSD in das SHARGE Gehäuse ist eine Sache von wenigen Minuten. Das Gehäuse wird mit einer Hand aufgeschoben. Danach klebt man ein Kühlpad, welches mitgeliefert wird, in das Gehäuse. SSD hineingeschoben und mittels einem drehbarem Gummi fest verankert.

Etwas Negatives habe ich dennoch gefunden. Das kleinste Early-Bird-Paket, welches nur das Gehäuse und die Silikon-Hülle im Lieferumfang beinhaltete, kommt ohne ein zusätzliches USB-C Kabel. Damit ist man als Benutzer gezwungen, das Gehäuse bei jeder Benutzung aus der Silikon-Hülle zu fummeln und kann es dann erst an sein Endgerät anschließen. Das passende Datenkabel gibt es erst in der nächsten Variante, die minimal teurer ist. Dennoch irgendwie ein komisches Konzept.

SHARGE Disk ein Professioneller Begleiter?

Ein ganz klares, ja! Im Endeffekt kommt die Performance auf die eingebaute SSD an aber es muss natürlich auch ein ordentlicher Flaschenhals vorhanden sein. Die verbauten Komponenten und Controller sind für immense Geschwindigkeit ausgelegt. Mein Blackmagic Disk Speed Test zeigt Geschwindigkeiten von 996.0 MB/s im Schreibmodus und 852.6 MB/s im Lesen. Die versprochenen 1000 MB/s wurden also nur ganz knapp verfehlt aber das liegt nach meiner Einschätzung an meiner ausgewählten Mittelklasse SSD. In der Praxis habe ich diese kleine SSD also in meiner Zubehörtasche für mein MacBook dabei. Letzte Woche hatte ich einen zwei tägigen Dreh auf dem ich grob 200 Gigabyte an Material generiert habe. Nachdem die erste Kopie erstellt war und ich das gesamte Material in einem Ordner hatte konnte ich innerhalb von 2 Minuten ein komplettes Backup erstellen. Formfaktor, Geschwindigkeit, Kühlung – beim SHARGE Disk passt einfach alles!

Aktuell läuft noch eine zweite Kampagne auf Indiegogo auf dem Ihr euch ein Gehäuse sichern könnt. Sobald diese abgeschlossen wird wahrscheinlich ein Bestellung auf der hauseigenen Seite möglich werden.

Nils Hünerfürst

Männlich - 31 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname.

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