Tee des Monats – Japan Bio Sencha Tanabata

//

Nahezu jede Kultur hat saisonbezogene Festtage. Dieser Tee des Monats ist ein Erzeugnis aus eben genau so einem Kontext. Der Bio Sencha Tanabata aus Japan wird passend zum „Tanabata“ oder auch „Sternennacht“ geerntet und hergestellt. Am 07. Juli feiert man dieses Fest in fast ganz Japan. Man zelebriert die Wiedervereinigung zweier Sternenkonstellationen und begibt sich unter Umständen selber auf die Reise zur gemeinsamen Vereinigung, denn es gilt als so etwas wie unser Valentinstag.

Die Probe dieses Tees lag in einer meiner Bestellungen beim „Tee Kontor Kiel“ als Dreingabe dabei. Bisher hat mich jedes Mal eine andere Probesorte im Paket überrascht.

Sommer in der Schale

Die Ernte und Verarbeitung in den heißesten Monaten des Jahres ergeben einen Tee der sich dieser Jahreszeit anpasst. Mit seinen hellgrünen und mittelgroßen Blättern ist der Sencha Tanabata eine ganz besonderer Begleiter für heiße Tage. Dieser Tee verbindet zwei ausgezeichnete Eigenschaften miteinander: fruchtige Aromen und Leichtigkeit.

Der unbestechlich fruchtig, süße Charakter eines Sencha lässt sich nicht abstreiten. Dennoch kommt dieser Tee mit einer reduzierten und weichen Version einfach perfekt aus. Die süßlichen und teilweise säuerlichen Noten sind einfach leichter, als beim Sencha einer Frühlingsernte. Die Verarbeitung dieses speziellen Tees, der im Übrigen auch von der subtropischen Insel Kyushu kommt, ergibt jedoch auch viel des tongebenden Geschmacks. Dieser Tee ist nur kurz dem Dämpfen ausgesetzt und hat daher keinerlei Röstaromen, die dem Gesamtbild eine gewisse Schwere beifügen würden.

Aufgießen, abgießen, umgießen

Anfänglich scheinen die Zeitangaben auf der Verpackung verwunderlich. Diese einmal nicht beachtet, merkt man aber sofort einen krassen Unterschied. Dass die japanischen Grüntees gerne mit gefiltertem Wasser aufgegossen werden wollen, sollte mittlerweile klar sein.

Dieser Tee bevorzugt sogar noch mildere Temperaturen, als andere Senchas. Bei 60-70° Celsius sollte man den Tanabata aufgießen und tunlichst auf die Zeit achten. Mit dem zweiten Aufguss verringert sich die Ziehzeit immens. Der erste Aufguss bedarf ungefähr 1 Minute, da sich die Teeblätter erstmals mit Wasser vollsaugen. Die folgenden 2-3 Aufgüsse sind daher nach 10 Sekunden zu beenden. Sollte man länger warten, intensivieren sich die zumeist die Bitterstoffe im fertigen Tee.

Es ist ein super Begleiter für gesellige Nachmittage im Halbschatten mit Freunden und Bekannten, die vielleicht selber von Vorurteilen wie: „grüner Tee ist mir immer zu bitter“ geprägt sind. Mit diesem Tee kann man auch ihnen eine neue Erfahrung bieten.

Wohl bekomm’s

Lars Hünerfürst

Minimalistisch und musikalischer Comic Enthusiast - lief zu Fuß von Berlin nach Paris

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.