Fantasian – Ein Final Fantasy Spiel auf Wish bestellt

28. Dezember 2021
1 Minute Lesezeit

Wenn Hironobu Sakaguchi ein Spiel exklusiv für Apples eigene Spieleplatform namens Arcade entwickelt, dann denke ich als Erstes an eine sechsstellige Summe, die dafür geflossen ist, damit dieser Deal zustande kam. Der Urvater vom Franchise Final Fantasy legt also nach fast einem Jahrzehnt wieder Hand an ein Videospiel. Klingt für mich alles nach einem reinen Marketing-Gag aber ich schau es mir trotzdem an, gerade wegen dem besonderen Stil.

90% Marketing 10% Entwicklung

Ich denke das Apple ganz bewusst namen wie Hironobu Sakaguchi und Nobuo Uematsu hier auf das Etikett geklebt haben. Aber ich glaube nicht das die beiden Alt eingesäßenen Mammuts der Spielegeschichte wirklich aktiv an der Entwicklung von Fantasian beteiligt waren. Bei dem fürchterlichen Klischee behafteten Charakterdesign, fällt es mir schwer zu glauben, das dass, von der selben Person stammen soll, die durch das komplette Ritterzeitalter mit Final Fantasy IX gegangen ist. Diverse Angebote die einem für einen kleinst Betrag von wenigen Talern ein mehrmonatigen Abo Zeitraum für Apples Spieleabo ermöglichten, kamen mir da sehr entgegen. Ja das ist das größte Manko. Fantasian soll ein Abo-Seller sein und wird es auch noch ein paar Jahre bleiben. Man kann dieses Spiel nur durch ein Abo ausleihen.

Großes Spiel auf kleinem iPhone

Nun gut – Abo gestartet und direkt wieder gekündigt damit in drei Monaten keine böse Überraschung im Mail Postfach landen. Das Touch Gameplay funktioniert gut und lässt wenigstens auf eine ausgereifte Technik schließen, die hier verwendet wird. Vergessen zu erwähnen darf man es heute nicht: Fantasian ist nur auf Englischer Sprachausgabe verfügbar und knallt uns als Spieler sehr zügig durch ein ausführliches Tutorial. Alles sehr verständlich und idiotensicher.

Das mur das Charakterdesign überhaupt nicht zusagt hatte ich schon erwähnt, dass es zusätzlich irgendwie recycelt wirkt hatte ich ganz vergessen. Etliche Top Rollenspiele aus den Apple Charts bedienen sich aus einem sehr ähnlichen Baukasten. Wirklich selten aber nicht ganz neu ist das Weltendesign. Ähnlich wie bei Trüberbrook hat man alle Spieleumgebungen handgefertigt und danach digitalisiert.

In den ersten Spielstunden ganz schön anzuschauen aber schnell wirken Spielfiguren und die reinen digitalen Assets wie Fremdkörper. Zusätzlich war mir das Story-Blabla von Robotern die wieder einmal einen Rachefeldzug starten zu unkreativ.

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst

Nils Hünerfürst (geb. 1991) ist Mediengestalter für Bild und Ton und schreibt seit Jahren über Technik, Kultur und Videogames. Zwischen Kamera, Blog und dem Elternalltag verbindet er Beruf und Leidenschaft auf seine ganz eigene Art.

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Über Hünerfürst.de

Hünerfürst.de gehört seit 2009 zu den prägenden deutschsprachigen Blogs rund um digitale Netzkultur. Gemeinsam mit seiner Familie berichtet der Mediengestalter und Autor Nils Hünerfürst dort über Technik, Alltagskultur, gutes Essen und natürlich jede Menge Videospiele.