Tee des Monats – Japan Bio Kabuse Houjicha KOU-UN

1. August 2023
2 Minuten gelesen
Tee des Monats - Japan Bio Kabuse Houjicha KOU-UN

Dieser Tee des Monats ist zwar längst keine Rarität mehr, jedoch nicht unbedingt in den Standardsortimenten jedweder Teeläden zu finden. Der „Hōjicha“ (Houjicha in westlicher Schreibweise) stammt aus Japan und gehört zu den beliebtesten Alltagstees des Landes. Wegen seines geringen Koffeingehalts wird diese Sorte auch gern Kindern angeboten. Ebenso finden sich auch hier, in so manchem gut sortierten asiatischen Supermarkt, kalt gebraute Tees in Flaschen – zu empfehlen die Marke Ito-En – die neben Hōjicha auch andere Sorten schnell genießbar anbieten. Erhältlich ist dieser Tee bei einigen Versandhändlern, in meinem speziellen Fall gekauft beim Tee Kontor Kiel.

Was ist das für ein Tee?

Der „Hōjicha“, was so viel wie „Rösttee“ bedeutet, wurde erst in den 1920ern aus der Notwendigkeit steigender Nachfrage japanischen Tees entwickelt. Man suchte nach einem Weg die Schnittreste und Stängel der Ernte zu verwerten und ersann sich die Methode des Röstens. Dabei verschwinden der grüne Farbstoff der Teeblätter, fast der gesamte Koffeinanteil und die Säure. Hōjicha gilt daher auch als besonders bekömmlich.

Die rot-braunen Blätter erinnern dabei stark an so manchen schwarzen Tee. Doch schon ein kurzer Geruchstest wird bestätigen, dass es sich um etwas grundlegend anderes handelt.

Es mittlerweile gibt so ziemlich jede Grünteesorte Japans in Form eines Hōjicha. Im Falle dieses speziellen Tees verwendet der Teegarten des Keita Watanabe beschattete Senchablätter. Daraus ergibt sich das Kabuse im Namen, was halbschattierte Tees beinhaltet. Die Ernte findet am frühsten Zeitpunkt statt, also kurz nach dem Winter, wenn die Blätter noch mild im Geschmack sind. Dieser Rösttee wird außerdem nur leicht geröstet, dies verleiht ihm nur dezente nussig-karamellige Aromen. Die Produktion dieses von der Tropeninsel Yakushima stammende und rund 200 Kilometer südlich der Insel Kyushu befindliche Unternehmens ist so klein und exklusiv, dass sogar die Verpackungen des hochwertigen Tees per Hand mit Kalligrafie beschrieben werden.

Woher kommt der Tee?

Aufgießen und trinken

Das Erlebnis Hōjicha ist etwas wirklich Besonderes, da es so grundlegend anders ist, als der Großteil vieler Tees. Die nussigen Aromen, der fruchtig-vollmundige Geschmack, die rötlich-braune Färbung des Tees und der leichte Nachgeschmack von Alge und Meer ist eine sehr besondere Erfahrung. Die im Namen befindlichen „Kou-Un“ bedeuten so viel wie „Duftwolke“ und das ist es auch. Man sollte es einfach mal probiert haben, wenn an ein Interesse an Tee hat. Da sich diese koffeinarme Variante sehr gut am Abend anbietet, ergibt es sich fast von selbst diesen Tee zum Abendessen zu wählen. Man kann sich aus dem Hōjicha auch eine kalt gebrauten Auszug selber machen, um diesen an einem heißen Tag immer bei sich zu haben.

Eine Temperatur von 80-90° Celsius wird empfohlen, wobei eine Ziehzeit von einer bis zwei Minuten nur bei westlicher Art und Weise Tee aufzugießen empfehlenswert ist. Nimmt man eine Kyusu oder einen Gaiwan reichen bei hoher Dosierung des Tees schon einige Sekunden aus. So kann man sich länger etwas vom Tee genehmigen, da der Geschmack nicht so schnell verblasst und sich viele Aufgüsse ermöglichen.

Wohl bekomm’s

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Lars Hünerfürst

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