Tee des Monats – Ruanda Karongi FTGFOP1 Kwitanga

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Tee des Monats - Ruanda Karongi FTGFOP1 Kwitanga

In den letzten Jahrzehnten ist die Vielfalt der Teeanbaugebiete stark gewachsen. Dieser Tee des Monats kommt aus dem kleinen zentralafrikanischen Land Ruanda. Die dortige Teeplantage Karongi produzierte vorher sehr typischen, sehr starken schwarzen Tee. Erst 2021 besuchte ein Teeverkoster der Teegschwendner diese Plantage, startete die Kooperation und sorgte dafür, dass die nun zu schmeckenden blumigen und nussigen Noten präsenter wurden. Nicht nur für eine hochwertige „Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe, First Flush“ Bewertung sorgte diese Kooperation, auch den stabilen Absatz beim Teehändler, sowohl einiger Zertifikationen für nachhaltige Landwirtschaft vor Ort.

Mit seinen über 2000 Metern Höhenlage ist dieser Tee prädestiniert für eine weiche und komplexe Aromenvielfalt. Die ausbleibende Adstringenz, also das pelzig, stumpfe Gefühl auf der Zunge, bleibt auch nahezu vollständig aus. Da in dieser Höhe kaum Fressfeinde für die Teepflanze bestehen, muss sie keine Bitterstoffe in ihren Blätter bilden und sich so schützen. Perfekt also für einen Tee mit vielfältigen Nuancen, ohne dabei einen unangenehmen Nachgeschmack zu hinterlassen.

Woher kommt der Tee?

Wie Zubereiten?

Ruanda Karongi FTGFOP1 Kwitanga Tetsubin

Ein schwarzer Tee braucht eine hohe Wassertemperatur beim Aufgießen. Anders lösen sich die schwerer löslichen Aromen nicht vollständig aus den Teeblättern. Daher empfiehlt sich bei diesem, wie auch vielen anderen stark oxidierten Teesorten, der Aufguss mit aufgekochtem Wasser. Eine Ziehzeit von maximal anderthalb bis zwei Minuten verhindert eine zu schweres und scharfes Geschmackserleben. Die Fermentationsnote, die den meisten Schwarztees eigen ist, lässt sich auch in diesem afrikanischen Tee vermerken. Außerdem treten Nuancen von Brombeere, Vanille, einem Spritzer Grapefruit und einer mineralischen Note im Nachgeschmack auf, die diesen Tee zu einer reizvollen Alternative zu indischen oder chinesischen Tees macht. Im Vergleich zu einem Darjeeling zweiter Ernte ist dieser etwas milder und weniger sauer, daher ideal für empfindliche Zungen am frühen Morgen.

Ob man diesen Tee nun, wie im Bild gezeigt, in der Gusseisekanne (Tetsubin), der Glaskanne oder einfach in einem Gaiwan aufbrüht, ist relativ unerheblich. Zu merken sei nur, dass schwarze Tees die Tendenz haben nach dem zweiten Aufguss im Geschmack flach und dünn zu werden. Somit ergibt es Sinn diese Tee in einem größeren Behältnis zu brühen, warm zu halten und wohl portioniert zu genießen.

Wohl bekomm‘s

Lars Hünerfürst

Minimalistisch und musikalischer Comic Enthusiast - lief zu Fuß von Berlin nach Paris.

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