Acht iOS Spiele im Schlafanzug-Schnelltest

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Da das einzig spielbare Gerät unter meinem Daumen immer noch mein iPhone ist, habe ich die App Store Listen aus verschiedenen Kategorien des Spielebereichs durchgewühlt und mir einen Mix aus acht verschiedenen Spielen heruntergeladen. Heraus kam eine Reise aus Okay das kann direkt wieder gelöscht werden bis hin zu einem Not-Bad Blick von Obama. Getestet und geschrieben im Schlafanzug.

Rush Royale – Looten und Leveln

Und zwar auf dem schlimmsten Freemium-Model das man sich vorstellen kann. Idle Spiele, das sind Spiele, die einem ständig Diamanten verkaufen wollen, damit man sich die Wartezeiten verkürzen kann, können ja auch spaßig sein. Rush Royale ist mit seinem charakterlosen Spieldesign die Ausgeburt aus der Premium-Pass Hölle. Jeder erhaltener Loot, und hier gibt es reichlich Loot nach jedem Level wird ständig mit der besseren Premium-Pass Version vergleichen. Wer sich nämlich für $11.99 den Pass für die Season holt, kann sofort besser Looten. Fazit: Gelöscht.

1sland – Vieles vereint

Stil = minimalistisch schön. Gameplay = Micro-Management und Battle Royal. 1sland möchte vieles sein. Entwickler nada studio ist niemand unbekanntes und dennoch wirkt 1sland etwas verkopft. Einerseits möchte man ein Battle Royal Multiplayer sein, in dem man als Spieler als erstes die Insel gefunden haben muss und andererseits wird man auf seine eigene Heimatinsel mit kleinen Animal Corssing Vibes verfrachtet um seine Wirtschaft zu verbessern. Das Game ist Free und gegen Echtgeld können kosmetische Erweiterungen erworben werden. Einen Gameplay Vorteil kann man sich nicht erkaufen. Kann man echt ausprobieren.

GolfOdyssey – Weniger ist auch nicht besser

Üben, üben, üben ist bei GolfOdyssey angesagt. Im dezenten 2D 8-Bit Look dürfen pro Loch nur zwei Bälle geschlagen werden. Wenn man verkackt, muss wieder von ganz von vorn angefangen werden. Nach dem 9. Loch hat es mich erwischt. Alles nicht unmöglich, aber die Einsteigskurve ist etwas härter als man heutzutage gewohnt ist.

Dungeons of Dreadrock – Etwas viel Indie

Christoph Minnameier von der Mediadesign Hochschule aus München hat Dungeons of Dreadrock erschaffen. Am 31. Januar kam die Version 1.0 in den App Store. Auf Steam bleibt der große Erfolg noch aus dennoch hat DoD einen gewissen Charm. Die Musik ist etwas cheeszy und das Spielen über den Touchscreen ab und zu etwas ungenau. Dafür das es für mobile Geräte umsonst ist und etwas Werbung geschaltet wird, ist es aber definitiv einen Download wert.

Blackbox – Ich rieche Awards!

Verdammt kreativ! Überall sprudelt es an cleveren Rätseln aus dem Touch-Display. Zu Beginn nimmt sich Blackbox das Neigen und Drehen des iPhones zu Gunst. Das Ziel ist es, jedes Viereck auszufüllen. Jedes Viereck hat aber ganz unterschiedliche Bedürfnisse, um ausgefüllt zu werden. Teiles müssen Rätsel mit den Standard-Funktionen des iPhones gelöst werden. Zum Beispiel muss das iPhone über die Laut-Leiserschalter verstellt werden, damit zwei Vierecke ausgefüllt werden.

The Office – Das Idle-Spiel zur Serie

Ist der dreiste Versuch, aus einer bekannten Marke noch etwas Geld heraus zu quetschen. Der Comiclook wird wie aus einem Freelancer Markt alá Fiverr. Das Spielprinzip ist bekannt aus längst vergangenen Aufbau-Spielen. Tap – warten, Tap, Tap und danach kurz warten. Dann kommt ein uninspirierter Dialog, der krampfhaft versucht, an die Rollen aus der Serie anzuknüpfen. Alles grausig und gleicht einem Albtraum.

The Ramp – Mehr nicht!

Nur für den Eintrag in Eurer Kaufstatistik gelangt The Ramp für keinen einzigen Cent auf Eurem Endgerät und entzückt mit einem coolen Look und einem geschmeidigen Gameplay. Keine zwei Minuten dauert die Einleitung und kurze Zeit später schafft Ihr schon euren ersten Grab-Trick mit einer 560° Drehung. Kurzweilig unterhaltsam.

I Love Hue Too – Augentraining ist umsonst mit dabei

Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Schieberätseln. Bekannt sind sie auch unter der Bezeichnung Geduldspielen. Beim zweiten Teil ist es, wie auch im ersten, die Aufgabe, einen Farbverlauf zu sortieren. Ich weiß nicht, warum, aber es wirkt schnell sehr entspannend und beruhigend, einen dunkelblauen Farbverlauf zu sortieren. I Love Hue Too bleibt somit auch auf meinem iPhone und damit bleiben nur insgesamt Drei von Acht Apps auf dem Speicher.

Nils Hünerfürst

Männlich - 31 Jahre alt - Mediengestalter für Bild und Ton - und Hünerfürst ist mein Nachname.

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