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Survivor – Zwei Jahrzente altes TV-Franchise

Als wir im Januar noch im AirBnB wohnten, es draußen noch sehr kalt war und Nils schon täglich arbeiten musste, habe ich Netflix ein bisschen durchforstet und bin auf eine Serie namens Survivor gestoßen. Eigentlich bin ich gar kein Fan von Reality-TV, weder Dschungelcamp noch Germanys Next Topmodel (keine Ahnung ob das unter Reality-TV fällt). Netflix hat zu dem Zeitpunkt zwei Staffeln dieser Serie angeboten (Staffel 16 und 37). Recht schnell habe ich das ganze Prinzip verstanden und beide Staffeln durchgeguckt. Danach aber wollte ich mehr davon sehen und habe Nils beauftragt, mir die ersten Staffeln zu kaufen. Mittlerweile bin ich bei der 6. Staffel und habe noch nicht genug. Ob ich es aber bis zur aktuellen Staffel schaffe?

Der Ursprung

Wenn ich von Survivor rede, meine ich die amerikanische TV-Serie. Ihren Ursprung aber hat das TV-Format in Schweden. Damals gab es das Reality-TV-Überlebensspiel namens Expedition Robinson was erstmals 1997 im Fernsehen lief. Schon 3 Jahre später kam dann das amerikanische Äquivalent ins TV und hält sich bis heute. Das macht ganze 22 Jahre Survivor, die ich noch gucken kann. Auch andere Länder sind auf den Zug aufgesprungen. So gibt es natürlich auch ein deutsches Survivor, was ebenfalls seit 2000 im Fernsehen zu sehen ist. Auch bekannt unter Das Inselduell oder Gestrandet. Laut Wikipedia sind es jedenfalls rund 50 Länder, die dieses Format selber produziert haben. Scheint ja eine erfolgreiche Sache zu sein.

Worum geht es in Survivor?

Es geht um 16 Personen, die für 39 Tage an einem abgelegenen Ort „überleben“ müssen. Dabei gibt es nur einen Gewinner, den ultimativen Survivor. Dieser gewinnt den eben genannten Titel und ein Preisgeld von 1 Milionen Dollar. Die 16 Personen, die sich natürlich nicht kennen, werden in zwei Tribes aufgeteilt und müssen sich selbst um Essen, Trinken und einen Unterschlupf kümmern. Dabei kann nur genutzt werden, was die Insel oder der Ort eben her gibt. Es gibt alle Tage Wettkämpfe, entweder für eine Belohnung (oft Essen oder essentielle Produkte) oder für Immunität. Die Wettkämpfe sind meist sehr sportlich, oft im Wasser, regelmäßig aber auch geistig fordernd wie Puzzle oder Quizes. Das Verliererteam muss dann ein eigenes Tribemitglied raus-voten. Somit reduziert sich in den 39 Tagen die Anzahl der Mitspieler und wenn nur noch 2 übrig bleiben, darf die Jury (bestehend aus ausgeschiedenen Spielern) einen ultimativen Survivor und Gewinner der 1 Milionen $ wählen.

Spannung, Nostalgiegefühl und viel Zeit

Moderator Jeff Probst

Warum fesselt mich das alles nun so doll, dass ich sogar darüber schriebe? Es ist natürlich sehr spannend, zum einen fremde Menschen in einer kompletten Ausnahmesituation zu sehen, der Schnitt trägt natürlich dazu bei, wie die Spieler auf einen wirken, der Host und Moderator Jeff Probst macht wie ich finde einen tollen Job in seinen kleinen Interviews und ist oft direkt und ehrlich, was besonders bei arroganten Personen sehr gut tut, mit anzusehen. Dazu kommt ein kleines bisschen Nostalgiegefühl, wenn man die Fashion der Teilnehmer aus den Anfängen der 2000er sieht und zum Teil auch die Qualität der Serie, die an frühere Reality-TV-Serien aus der Kindheit erinnert. Besonders in Erinnerung wurde mir eine Serie gerufen, damals moderiert von Sonja Kraus, wo die Teilnehmer auf einer Burg im Meer um Geld kämpften. Und nicht zu leugnen ist auch die Zeit, die mir zur Verfügung steht. Die Serie ist bisher kindertauglich, somit kann ich nebenbei wenn ich koche oder die Wäsche mache ganz klischeehaft meine Hausfrauenserie gucken, während die Kinder spielen. Und offensichtlich bin ich nicht die einzige Person, die sich dem Fandom angeschlossen hat. Mit über 60 Primetime Emmy Award Nominierungen und einer Laufzeit von bisher 22 Jahren scheint diese Serie erfolgreich und beliebt zu sein.

Wer also viel Zeit mit sich trägt oder mal wieder etwas binge-watchen möchte, was wenig Aufmerksamkeit oder Grips benötigt, dem kann ich Survivor (zumindest die amerikanische Serie, andere hab ich nie gesehen) nur ans Herz legen.

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Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von zwei Kindern

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