///

Welcome to the O.C., Bitches! – Podcast Review

Im März 2021 habe ich zum ersten Mal vom O.C. California Rewatch-Podcast mit Rachel Bilson und Melinda Clarke gehört. Begonnen hat er dann im April. Mittlerweile sind schon 24 Folgen online und damit steht das Staffelende an. Ich habe mir bis jetzt jede Folge angehört und konnte mir natürlich schon eine Meinung bilden, mit der ich scheinbar nicht ganz alleine bin.

Short Recap

O.C. California ist eine amerikanische Serie die von 2003-2007 im TV lief. Sie war das erste Werk von Josh Schwartz, dem Macher von Gossip Girl, Heart of Dixie und Dynasty. Inhaltlich geht es um das Leben in Orange County, California, um genau zu sein Newport Beach, eine kleine Gemeinde der Reichen und Schönen. Wir begleiten Ryan Atwood, einen jugendlichen Außenseiter, der durch unglückliche Umstände in die reiche aber sehr symphatische Familie Cohen aufgenommen wird. Sein „neuer Bruder“ Seth Cohen ist eine Außnahme von der Newport-Jugend und eher ein Nerd. Zusammen mit den beiden erlebt man erste Lieben, große Lügen und Intrigen und halt das klassische Drama, was eben gebraucht wird im TV. Die Serie hat 92 Folgen, aufgeteilt auf vier Staffeln, eine Folge läuft rund 40 Minuten.

Der Podcast

O.C. California ist für mich eine der besten Serien. Verbunden mit viel Nostalgie und Erinnerungen an eine Zeit, in der man sich beeilt hat, nach der Schule nach Hause zu kommen, um den Anfang der Folge nicht zu verpassen, denn keiner wusste, wann man diese Folge je wieder sehen kann. So wie es damals eben war, ohne Streaminganbieter. Die Serie hat einen der besten Soundtracks und wie man im Podcast erfährt, wurden Szenen extra für bestimmte Songs geschrieben. Oft ist das ja eher umgekehrt. Umso größer war die Freude, als der Podcast Welcome to the O.C., Bitches angekündigt wurde. Ich habe pünktlich zum Beginn natürlich mit dem Rewatch begonnen und schaue mir jeden Sonntag eine Folge an, zu der ich dann die Podcast-Folge in der kommenden Woche höre.

Moderiert wird der Podcast von Castmembers Rachel Bilson und Melinda Clarke. Pro Episode wird eine Folge besprochen, meistens gibt es auch einen Gast. Das ist mal ein Castmember oder jemand von den Schreiberlingen. Manchmal aber auch Außenstehende, was mir nicht ganz logisch erscheinen möchte. Es wird oft erstmal viel umher geredet, nicht immer geht es um die Serie. Eine Synopsis kam dann aber bisher jedes Mal, für die, die nicht den Rewatch mitmachen auf jeden Fall ganz gut. Rachel und Melinda sprechen viel darüber, wie gut die Serie ihrer Zeit doch voraus war und wie kreativ die Macher mit Drama und Komik gespielt haben, wie passend und heute noch modern die Musik gewählt wurde und vor allem darüber, wie es war, diesen Hype zu erleben, über Nacht berühmt zu werden und wie es war, aus dieser Rolle auszubrechen, um nach der Serie irgendwelche Jobs für andere Serien oder Filme zu bekommen.

Kritik

Schon nach den ersten Folgen kam für mich die Enttäuschung. Rachel Bilson, die die Summer Roberts spielte, war einfach kaum zu ertragen. Sie wirkte uninteressiert und leicht arrogant, behauptet jederzeit sie könne sich an nichts erinnern, was ja das größte Intresse vieler ist, zu hören was so hinter den Kulissen erlebt wurde. Wirklich schade, denn ich hatte immer ein anderes, sehr sympatisches Bild dieser Schauspielerin. Was es aber wirklich schlimm macht, ist das Unwissen über die Serie selbst. Rachel Bilson sagt es öfter, sie hat die Serie nie gesehen und hat keine Ahnung was denn so passiert. Für mich ist das absolut unsympatisch und eigentlich kein richtiger Host für diesen Podcast. Diese Meinung vertete nicht nur ich. Auf der Plattform reddit.com unter dem sub r/TheOC finden sich viele heftige Kritiken gegen Rachel und ihr offensichtliches Desintresse. Man darf natürlich nicht vergessen, dass Rachel Bilson und Adam Brody (spielt Seth Cohen) nicht nur in der Serie ein Paar waren sondern auch im echten Leben und somit alle Erinnerungen aus der Zeit mit ihm verbunden sind wodurch sicherlich auch Rachel stark zurück hält, um vielleicht nicht zu sehr aus dem Nähkästchen zu plaudern. Aber aufgrund all dessen denke ich, ist sie nicht die Richtige für diesen Podcast.

Melinda Clarke dagegen hat mich absolut überrascht. Ihre Rolle Julie Cooper ist genau das Gegenteil von ihrem echten Ich und nach der offensichtlich anfänglichen Aufgeregtheit von ihr macht es wirklich viel Spaß sie reden zu hören. Sie bringt viele lustige Backgroundstorys ein und hat sich jedes Mal super vorbereitet. Ohne sie wäre dieser Podcast sicherlich schon wieder von der Bildfläche verschwunden.

Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wen wir noch so als Gast hören werden und ob der Podcast es bis zum Finale schafft.

Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von zwei Kindern

3 Comments

  1. O.C., California ist eine meine absoluten Lieblingsserien und tatsächlich hatte ich letztens vor, die mal wieder von vorne zu gucken. Da hätte der Podcast natürlich super dazu gepasst. Aber krass, dass Rachel so unsympathisch und desinteressiert ist, das zerstört gerade ein bisschen meine Jugend, ehrlich gesagt. Deshalb werde ich den Podcast wohl einfach ignorieren, sonst kratzt er noch an meiner geliebten Nostalgie. Ryan + Marissa forever btw.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Vorherigen Beitrag

Wie geht es mit dem Fußballsimulationen weiter?

Nächsten Beitrag

F**ck doors! Videospiellogik und die Tür