Ein Roadtrip durch die USA – Teil 3 – von Arkansas nach Hause

7.500 Kilometer, 70 Stunden reine Autofahrt, 17 Bundesstaaten, 15 Nächte in 11 Hotels und 3 AirBnB’s, 3 Zeitzonen und trotzdem war es nur ein Bruchteil der gesamten Staaten. Es war trotz dem täglichen Ein- und Auschecken, dem vielen im Auto sitzen und der extremen Hitze ein wundervoller Urlaub und die Kinder reden fast täglich vom Roadtrip und wie gerne sie ihn nochmal machen möchten. Der nächste Urlaub wird also wieder ein Roadtrip, nur dann werden wir uns eine andere Strecke suchen. Aber erstmal möchte ich vom vergangenen Roadtrip bereichten. In Teil 1 und Teil 2 habe ich schon berichtet wie wir von D.C. zum Mount Rushmore und von dort nach Oklahoma gekommen sind. Dies ist der letzte Teil über unseren Roadtrip.

No Grace-land

Nachdem wir unseren Morgen auf dem schönsten Spielplatz in Tulsa verbracht haben und die Kids ihre Energie etwas raus lassen konnten, ging es auf nach Arkansas. Unser nächstes Ziel war Little Rock, die Hauptstadt dieses Staates. Über Arkansas wusste ich bis dato gar nichts aber der bisherige Trip hat mich gelehrt, dass viele Staaten unheimlich schöne Orte haben. So auch Little Rock. Nachdem wir den Hund ins klimatisierte Hotel gebracht haben sind wir nochmal losgezogen, haben in einem veganen Cafe zu Abend gegessen und uns anschließend eine alte Mühle angeschaut. In Little Rock habe ich auch die extremste Luftfeuchtigkeit unserer ganzen Reise erlebt und wir wurden langsam trotz Citronella von Mücken zerfressen. Nach einer kühlen Nacht im Hotel ging es am nächsten Morgen als Erstes nach Memphis. Memphis liegt in Tennessee direkt an der Grenze zu Arkansas und ist sicherlich vielen Leuten bekannt. Wenn man nämlich schon mal durch Memphis kommt möchte man natürlich auch Graceland sehen, Elvis Presleys früherem Wohnsitz. Wenn man dann aber auf der offiziellen Seite nach Tickets schaut, haut es einen wirklich um. Die günstigsten Tickets, die man erwerben kann, kosten $50 pro Person und beinhalten nicht einmal das Haus von Presley sondern nur das angrenzende Museum. Wer also mal einen Peak ins Haus machen möchte muss mindestens $80 blechen. Es gibt noch drei weitere Optionen für Tickets die bis über $200 reichen. Ich würde mich nicht als richtigen Fan bezeichnen, ich habe das neuste Biopic gesehen, ich kenne und mag die Musik aber für 4 Personen fast $400 zahle ich nicht um das Haus zu sehen. Also gab es für uns nur einen kurzen Blick auf die Einfahrt und das Flugzeug beim Vorbeifahren. Es für uns auf diesem Abschnitt demnach nur die üblichen Pausen auf Spielplätzen und in Cafes und Restaurants bevor es dann in Paducah, Kentucky ins Hotel ging.

Die letzte Etappe

Am Morgen in Kentucky haben wir uns ans Wasser begeben. Bei den Grand Rivers haben wir uns einen Leuchtturm angeschaut und wunderschöne Muscheln gesammelt. Die ganze Gegend war sehr maritim, viele schöne Segelboote und Cafes in entsprechender Deko, wer hätte das von Kentucky erwartet? Von dort aus ging es dann mit den obligatorischen Pausen nach Indianapolis, Indiana. Hier haben wir in unserem letzten AirBnB genächtigt und die als erstes die Waschmaschine angeschmissen. Insgesamt haben wir auf der Route drei AirBnB’s und ein Resort mit Waschmaschine gewählt um nicht zu viel Klamotten mitnehmen zu müssen. Am Abend ging es noch in die Stadt für ein Abendessen im Sonnenschein bevor wir dann zurück im Haus das erste Gewitter empfangen haben. Kurz vorher noch haben wir uns über die vielen Glühwürmchen gefreut, die sind uns vorher nämlich noch nie aufgefallen.

Nach einer Nacht mit Regen und Gewitter und einer dafür kühlen Briese am Morgen haben wir uns auf den Weg nach Pittsburgh, Pennsylvania gemacht. Dort sind wir zwar am ersten Tag der Reise schon gewesen aber der Weg von Indianapolis nach D.C. war zu lang um durch zu fahren. Also haben wir ein letztes Mal ins Hotel eingecheckt und Nils hat sich am Abend noch fix auf den Weg in den Supermarkt gemacht, um einen Geburtstagskuchen zu besorgen denn Atticus hatte am letzten Tag unseres Trips Geburtstag. Also gab es am nächsten Morgen erstmal Torte im Frühstücksraum, der extrem voll war, denn der Independence-Day stand vor der Tür und wir befanden uns in einem Hotel nah am Flughafen. Umso mehr Geburtstagsglückwünsche gab es für Atticus.

Durchs bergige Pittsburgh ging es dann nach Hause. Viel gab es für uns nicht mehr zu sehen, wir kennen uns im 2 Stunden Umkreis von D.C. schon recht gut aus daher gab es nur noch einen Spielplatz Stopp und einen im Supermarkt um den Kühlschrank aufzufüllen. Zu Hause wartete dann auch der Geburtstagstisch von Atticus, den ich vor der Abreise noch schnell vorbereitet habe, daher war der Drang nach Hause zu kommen für alle groß.

Fazit

Wir haben uns mit diesem Roadtrip ins relativ Ungewisse begeben. Wir sind im Jahr zuvor im Sommer ein bisschen durch die Great Smokey Mountains gefahren, wo es Florentine jedes Mal schlecht wurde wenn wir los gefahren sind. Wir wussten nie genau, ob es an den Höhen lag, an den Kurven oder allgemien einfach die kinderübliche Reiseübelkeit war. Daher war uns bewusst, das auch dieser Urlaub ein Reinfall werden könnte. Wir haben uns natürlich vorher mit Dramamin für Kids eingedeckt, was wir am Ende aber nur ein Mal gebraucht haben. Der Trip war also ein absoluter Erfolg, sowohl für die Kids als auch für Nils und mich, vielleicht nicht für den Hund aber wer weiß das schon. Dank DVD Player im Auto und der guten Planung von max. 6 Stunden Fahrt pro Tag und nicht mehr als 2 Stunden am Stück haben die Kids es sehr genossen. Auch die täglich neuen Hotels und das gratis Frühstücksbuffet fanden die Kinder super spannend. Mit 4 und 5 Jahren können sich die Kinder und die Eltern auch schon für das Gleiche begeistern und dass man keinen Buggy mehr braucht erfreut uns unendlich!

Die Flüge für den nächsten Trip sind schon gebucht, dieser beginnt nämlich in Denver und um die allzu bekannte Route dorthin so kurz wie möglich zu gestalten, wird Nils mit dem Hund drei Tage das Auto dort hin fahren und ich werde mit den Kids hin fliegen. Und dann wird der Westen erkundet!

Annegret Hünerfürst

Geboren in der selben Woche, in der die erste Website online kam - gelernte Diätassistentin und Mutter von zwei Kindern

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