Tee des Monats – China Jasmin Dragon Pearl

7. November 2022
2 Minuten gelesen
Tee des Monats - China Jasmin Dragon Pearl

Wie man es dem Namen „Jasmin Dragon Pearl“ bereits entnehmen kann handelt es sich bei diesem Tee des Monats wieder um einen Tee in Perlenform. Schon der Silver Pearl hat mit seinen würzigen Noten für eine große Überraschung und eine kleine Begeisterung gesorgt. Dieser ebenfalls in China angebaute Tee steht dem in Nichts nach. Ähnlich wie beim Silver Pearl pflückt man für die Verarbeitung nur die jüngsten Blätter inklusive der Knospen. Auch diese Probe stellte mir das Teehaus Borsigturm zur Verfügung.

Wie erhält etwas Aroma?

Um dieser Frage nachzugehen, vergegenwärtigen wir uns noch einmal den Herstellungsprozess von weißem Tee. Den Namen trägt diese Teesorte wegen des noch erhaltenen weißen Flaums der Teeblätter. So kann man also davon ausgehen, dass jeder weiße Tee von Hand und mit großer Sorgfalt bearbeitet wird. Im Falle der Perlentee-Sorten, die sich dann so herrlich in der Kyusu Teekanne oder dem Gaiwan entfalten, werden die Kugeln per Hand zu den ungefähr 1 Zentimeter kleinen Perlen gerollt. Die Handarbeit macht diese Tees zu etwas Besonderem, das sich unter Umständen auch im Preis niederschlägt.

Es gibt nun zwei Wege etwas zu aromatisieren. Man kann, wie bei sehr günstigen Teesorten üblich, künstliche und in Wasser lösliche Aromastoffe hinzugeben. Dies erkennt man zumeist an der Brausetabletten ähnlichen Reaktion auf Wasser, vornehmlich am oder im Teebeutel. Eine weitere und erheblich teurere Variante ist das Aromatisieren durch Zeit und das gemeinsame Dünsten.

So geschieht es auch bei dieser Dragon Pearl. Frische Jasminblüten werden in rauen Menge zur frischen Ernte hinzugegeben und nach einiger Zeit des Aromentauschs wieder per Hand ausgelesen. Dieser Prozess kann sich mehrere Male wiederholen, je nach gewünschter Intensität. Zudem werden sie dann nach dem Kneten beziehungsweise eigentlich Kügelchen rollen, beim Dünsten beigemischt. Dieser Schritt verhindert weitere chemische Reaktionen im Teeblatt, es unterbindet fortwährende Fermentationen.

Woher kommt der Tee?

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Spät am Abend oder früh am Nachmittag?

Sollte man eine sehr koffeinfreie Lebensweise führen, wäre dieser Tee vielleicht nicht unbedingt etwas für den späten Abend. Es ist schließlich immer noch ein grüner Tee, der mit seinem nahezu unbearbeiteten Zustand Koffein enthält. Ich trinke weiße Teesorten bis kurz vor dem Schlafen gehen und habe bisher keine eklatanten negativen Effekte bemerken können. Im Gegenteil, es ermöglicht das angeregte und leichte Arbeiten in den späten Abendstunden.

Das angenehmste und schönste Geschmackserlebnis kann man beim Jasmin Dragon Pearl einfach erhalten. Wie immer gehört gefiltertes Wasser dringend dazu. Es hebt das Gefühl, wenn der Tee wolkig weich über die Zunge perlt, immens an. Die ideale Temperatur für diesen weißen Tee liegt bei 75-85° Celsius. Die erste Ziehzeit kann bei 1-2 Minuten liegen. Bei jeder Folgenden rät es sich die Zeit etwas zu verkürzen, da die Blätter bereits durchtränkt sind und schneller Bitterstoffe abgeben könnten. Mit der idealen Temperatur und Ziehzeit wird dieser Tee eine wunderbar süßlich, weiche Jasminnote im Mund wirken lassen. Der würzige Eindruck der Silver Pearl tritt in den Hintergrund, die blumigen Noten entfalten ein angenehm leichtes Aroma und bleiben angenehm als Nachgeschmack haften. Der bisher beste Jasmintee, meiner Meinung nach. Unbedingt geeignet für späte Abende und laue Sommertage.

Wohl bekomm’s

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Über den Autor

Lars Hünerfürst

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Mittlerweile mag ich solche stummen Videos sehr gerne mit meinen Kindern schauen. Es ist ein bisschen wie bei der Sendung mit der Maus. Zu